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Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten / nach dem Französischen des Calmeil bearbeitet von Dr. Rud. Leubuscher
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ringsten zu afficiren. Aber die Bemühungen der Kunstwaren bei dieser Diagnose ganz vergeblich, dem KrankenErleichterung zu verschaffen. Erst im dritten Monat kamman zur Erkenntniss, dass ein Teufel der Urheber desganzen Uebels sei; der Teufel entdeckte sich selbst undsprach durch den Mund des Kranken ganz fliessend latei-nisch und griechisch, obgleich der Kranke selbst keinWort griechisch verstand. Er entdeckte die geheimenGedanken der Gegenwärtigen und namentlich der Aerzte,über die er sich sehr lustig machte, dass sie den Krankenmit unnützen Arzneien so lange gequält hätten. Vor demVater des Kranken hatte er besondere-Angst, weil diesereine Ordenskette mit dem Bildniss des heil. Michael umden Hals trug. Wenn man Etwas aus der heil. Schriftin seiner Gegenwart vorlas, so schauderte er und dieKrämpfe wurden heftiger. Nach dem Anfalle wusste erAlles, was er gesagt oder gethan hatte, und bereute bitter,dass er es gegen seinen Willen habe sagen oder thunmüssen. Durch die Exorcismen gezwungen, erklärte derDämon, er sei blos ein Geist, kein Verdammter; er habeviele Wohnorte, und wenn er den jungen Mann nichtmehr quäle, so befände er sich bei Andern. Wer ihn inden Körper hineingeschickt, habe, wollte er nicht sagen;an den Füssen sei er hineingekommen und dann bis zumGehirn in die Höhe gekrochen; auf demselben Wege würdeer auch wieder hinausgehen, wenn seine Zeit um wäre.Er schwatzte dann noch über viele andere Dinge, wie dieBesessenen. — So kriechen die Teufel in unsern Körperund richten dort Unheil an; manchmal aber kommen siegar nicht in den Körper hinein, sondern bringen blos dieguten Säfte in Unordnung und treiben die bösen nach denedelsten Organen *).

Um zu beweisen, dass die Teufel fremde Stoffe imKörper anhäufeh, citirt Ambr. Pare die Beobachtung desUlrich Neusesser und schliesst sich der Ansicht vonLange vollkommen an.

1) Ambr. Par6 I. c. p. 785. Fernel. 1. c. p. 803.