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neben ihr. Er hatte ihren Fuss fest angeschlossen under weckte sic sogleich, sobald sie den geringsten Ver-such zum Schlafen machte. Trotzdem überlistete ihn derTeufel doch, denn sie gestand beim Sabbat gewesen zusein, und machte eine lange Erzählung von dem, wassie dort gesehen
Um die Entfernung der Behexten ihren Männern oderWeibern, neben denen sie schlafen, nicht auffallend zumachen, erschafft der Teufel ähnliche Gestalten, die Zu-rückbleiben und die Form der Fortgegangenen darstellen.Der Teufel soll nach der Angabe Einiger am Sabbat auseinem grossen Kruge als ein Bock herauskriechen, nachBeendigung der Feier wieder in diesen zurückkehren 5Andere sagen, er sähe aus wie ein grosser Baumstammohne Arme und Beine, Gewöhnlich erscheint der Teufelals ein grosser Bock mit drei Hörnern, in deren Milteeine Art Leuchte stellt-, er hat einen langen Schwanz,unter dem das Gesicht eines schwarzen Mannes steckt^das gar nicht spricht, sondern blos dazu ist, sich küssenzu lassen. Es ist eine Auszeichnung, dies Gesicht küssenzu dürfen. Manchmal wird der Teufel auch als eingrosser schwarzer Windhund, als ein Babe oder als einweisser Bock dargestellt. Beim Sabbat selbst präsidirtder Teufel auf einem schwarzen Stuhle; er sieht danndoch halb wie ein Mensch und nur halb wie ein Bockaus; sein Gesicht ist bleich, seine Augen rund und feurig,seine Haare sträuben sich in die Höhe; er hat einen Zie-genbart, seine Hände und Füsse haben schwarze spitzeNägel wie Vogelkrallen; seine Stimme ist schrecklich,aber tonlos; nach Andern soll er wie ein Esel schreien;
1) Anstatt iu die durch unzählige Wiederholungen ermüdendeneinzelnen Aussagen weiter einzugehen, habe ich vorgezogen,eine Schilderung des Sabbats znsanimenzustellen, mit gleich-zeitiger Berücksichtigung der später vor der Inquisition vonLogrogno über den Hexenspuk in Navarra abgelegten Geständ-nisse. h.
Cf. Del ancre p. 67, 68, 109 et sqq., p. 216 et sqq., end-lich p. 391 et sqq. — Dlorente, liistoire de l’inquis. etc.I 0111 . III. p. 431 et sqq.