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vater wurde in der That genöthigt, zu beweisen, dasser nur den wahren Gott verehre. — Maberthe hattevielfache Sinnestäuschungen; eine Vision ihres Gotteshatte sie nicht, aber sie fühlte ihn; ihre Nachte wärenohne Schlaf, weil sie fünf, sechs, ja sieben Stundensich der Umarmung ihres Gottes in unaussprechlichemund unvergleichlichem Genüsse erfreute. Auch die Stimmedes Teufels hörte sie, und einmal sollte sie der Teufelan der Hand in der Stube umhergeführt haben.
[Aus der Mark theilt v. Raumer in „MärkischeForschungen Bd. 1. 1841” einen Fall mit, in dem sichdie Hexen- und Zaubermittel damaliger Zeit einmal zu-sammengestellt finden. 1614 wurden zwei Adelige inder Uckermark der Hexerei beschuldigt. Als gerade derHofrichter aus Prenzlau bei ihnen anwesend ist, ver-steckten sie eine Lade in einem Fliederbusch im Garten.Man findet in der Lade: 1) Kunstbücher mit allerhandconjurationes, wie der Teufel in einen Kreis zu bringenu. s. w.; 2) einen Todtenkopf, eiserne Ketten, dem
Ansehen nach von einem Hochgericht genommen, Nägelu. s. w. in einem Beutel; 3) drei stählerne und einengläsernen Spiegel, mit Charakteres beschrieben, um Vi-siones zu halten, und worin ihnen Geister erschienen.Als einem Spiegel, in dem die vier Erzengel zu er-scheinen pflegen, das Stahl entfiel, fand man darunterein Pergament mit absonderlichen Schriften und Zirkelnund, wie es schien, fünf Oblaten, so Kommunikantengereicht und aus dem Maule wieder gezogen worden,weil das darauf geprägte Kruzifix ganz vergangen war(die Katoptromantie war damals eine sehr verbreiteteArt der Zauberei); 4) Krystalle, in Holz und Blei ge-fasst; 5) zwei Knöchlein in einer Lade, anscheinendvon gar kleinen Kinderärmchen, noch fast frisch undmit der Haut u. s. w.; endlich 6) ein ordentliches Tage-buch, wonach sie täglich öfters Visiones gehalten hatten,wo ihnen Engel, Teufel und unterirdische Geister er-schienen, so sie pigmaeos nennen, bei denen sie sichin Krankheiten Raths erholt u. s. w. — ZuZeiten luden sie