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Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten / nach dem Französischen des Calmeil bearbeitet von Dr. Rud. Leubuscher
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209
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einein unbekannten Orte, Blocula genannt, geführt haben.Die Gerüchte und Klagen waren so stark, dass selbstder König Bevollmächtigte hinschickte, die mit den Rich-tern und Predigern der Provinz zusammen über 70Weiber als Hexen verdammten, und 15 Kinder, ausser56, die man gelinder bestrafte, und 47, denen maneine nähere Untersuchung bewilligte. Der Engländer(v£anvil macht viel Wesens aus dieser Sache und hatseinem „Sadducaeismus triumphal tts" einen Auszug ausden königlichen Protokollen angehängt, als einen seinerMeinung nach unumstösslichen Beweis für die Existenzteuflischer Zauberei. Es giebt nach dieser Erzählungeinen gewissen Ort, Blocula genannt, den die Ilexcnallein wissen, wohin sie der Teufel führt, wenn sie ihnbei einer gewissen Grube dreimal mit diesen Wortenrufen: Antesscr komm, führe uns nach Blocula! Als-dann erscheint er ihnen unter allerlei Gestalten, meistaber in einem grauen Rocke, rothen Beinkleidern undblauen Strümpfen •, er hat einen rothen Bart, einen hohenHut, mit vielen bunten Bändern geziert, und lange Bän-der an den Beinkleidern. Dann führt er sie durch dieLuft nach Blocula, sic reiten dabei gewöhnlich anf Zie-gen, aber auch auf Menschen, Stöcken und Spiessen,und müssen ihre eigenen oder anderer Leute Kinder mit-nelimen. Irt Blocula schneiden sie sich in den Fingerund verschreiben sich dem Teufel mit ihrem Blute; auchlässt er sie durch einen Priester taufen. Die Speisen,womit sie dort bewirthet werden, sind Kohlsuppe mitSpeck, Haferbrei, Butter, Milch und Käse. Nach derMahlzeit wird getanzt, und dann prügeln sich Alle.Der Teufel giebt ihnen ein vierfüssiges Thier und einenweissen Vogel, von der Grösse eines Raben, und diewerden auf Raub ausgeschickt. Was der Vogel bringt,können die Hexen für sich behalten, das von dem andernThier Geraubte aber gehört dem Teufel. Dann lehrt sieder Teufel melken ; sie stecken ein Messer in die Mauer,und daran hängen sie ein Kuheuter und melken, und solange das währt, leiden die Menschen unaussprechlich,

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