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Gott öffnete mir den .Mund. Dreimal in 24 Stunden standich unter dem Einflüsse des heiligen Geistes in verschie-denem Grade; ich ass und trank in der ganzen Zeit nicht,sprach oft, und nach der Natur der Dinge bald mehr,bald minder heftig. In meiner Familie stand die Ueber-zeugung fest, dass mein wunderbarer Zustand und dieLeichtigkeit, mit der ich ein Fasten von drei Tagen er-trug, ohne selbst nachher besondern Hunger oder Durstzu empfinden, nur von oben kommen könne ■).
Aehnliches berichtet Elie Marion: „Wenn der Geistdes Herrn mich erfassen will, so fühle ich eine grosseWärme in meinem Herzen und in den benachbarten Thei-len, der zuweilen ein Schauer vorangeht. 3Ianchmalwerde ich ohne vorherige Empfindung davon ergriffen.Meine Augen schliessen sich dann und der Geist schüt-telt meinen Körper, lässt mich grosse Seufzer ausstossen,als wenn ich Mühe hätte zu atlimen. Selbst bei den hef-tigsten Zuckungen habe ich keinen Schmerz und verlieredabei nicht das Bewusstsein. Es dauert eine Viertel-stunde, manchmal noch länger, ehe ich ein Wort hervor-bringen kann. Endlich fühle ich, dass der Geist in mei-nem Munde Worte bildet, die er mich aussprechen las-sen will. Das erste Wort ist zuweilen in meiner Ideeschon vorgebildet, aber ich weiss noch nicht, wie es wei-ter gehen wird; manchmal, wenn ich ein Wort oder einenSatz auszusprechen glaube, bildet meine Stimme nur ei-nen unarlikulirten Laut. Während der ganzen S^eit istmein Geist ausschliesslich auf Gott gerichtet, und ich kannfeierlich beschwören, dass keinerlei weltliche Rücksichtmich zur Rede antreibt, sondern der Geist Gottes oderder Engel des Herrn ist es, der meine Organe in Bewe-gung setzt. Mein eigner Geist achtet auf die Wortemeines Mundes, als wenn ein Anderer eine Rede hielte 1 2 ).
1) Theätre sacr6 etc. p. 44. et sqq.
2) Avcrtissemens prophetiques d’E I i e Marion, I'hn des ehefsdes protestans, qni avaient pris les armes dans les Cevennes etc.liOndres 1707, in 12° p. 6.