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Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten / nach dem Französischen des Calmeil bearbeitet von Dr. Rud. Leubuscher
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Schnelligkeit stösst sie unverständliche Worte aus, dieeiner fremden Sprache anzugehören scheinen. GegenAbend kommt eine andere Konvulsionäre, Namens Marionzu ihr; beide umarmen sich unter freudigem Geschrei.Marion wirft sich auf die Kniee und richtet ein Gebet anParis; da wird die Thevenet noch wüthender, springt bisan die Decke; ihre Brüste werden entblösst.; unter andernschaamlosen Bewegungen klagt sie über so heftige Schmer-zen, wie eine Frau bei der Geburt eines Kindes '). DieKonvulsionäre Plessel bringt die Nacht bei ihr zu ; manhört die beiden mit einander heulen, und durch das geöff-nete Fenster sieht man sie nackt herumlaufen, lachen undmit ihren Kleidern spielen. Am andern Tage wieder hef-tige Konvulsionen. In der Nacht bleibt sie vier Stundenregungslos liegen, die Zähne fest aneinander geschlossen,das Gesicht und die Hände eiskalt, ohne die geringsteAthembewcgung, nachher Krämpfe. Da sie am 4. Octbr.selbst ihren Tod befürchtete., begann sie zu beichten,wurde aber in dem Bekenntniss ihrer Sünden fortwährenddurch die gewaltigsten Krämpfe unterbrochen, die sichnoch steigerten, als ihr Beichtvater davon sprach, ihre ganzeKrankheit sei ein Werk des Teufels. Im Laufe des Ta-ges hält sie darauf lange Reden über den Inhalt des Bu-ches von Quesnel und über den Triumph der Gnade, dieaus ihrem Herzen hervorbrechen würde. Am 5. Octoberlieferte sie auf Zureden ihres Bruders, des KanonikusMariette, ihren; Beichtvater ein Bildniss des DiakonusParis, zwei Paquetc Erde von seinem Grabe und ein StückHolz von seinem Bette aus, das ins Feuer geworfenwurde, legte das Glaubensbekenntniss der katholischenKirche ab, und war seit der Zeit von allen krankhaftenBeschwerden gänzlich befreit. Die Schlaflosigkeit währtejedoch in der folgenden Nacht noch fort; eine grosseAngst befiel sie, welche sie durch das Lesen in heiligenJBüchern und durch Besprengen mit Weihwasser zu be-

3) Dom Lataste, T. 1. p. 649 et sqq.