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Johannes von Müller.
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fung der Schweiz, welche die von Teutschlandbereiten würde, durch die Umkehrung von Frey-burg und Bern, oder leichter durch die Ver-heerung des ganzen offenen Landes, oder etwaedler bei offenkundiger Uebermacht vermittelstgroßmüthigen Benehmens zu erhalten seyn möchte.Der Herzog wollte das Erste, und weil dieStraße über Peterlingen aufgefressen war, ge-dachte er, Bern über Neufchatel und Aarberganzugreifen. So fand ihn. der Bericht von derNähe des Feindes. Da ließ er durch das Lagerposaunen, jeder habe früh Morgens zum Streitwider die Teutschen gerüstet zu seyn. Er selbst,vollgerüstet bestieg ein großes graues Streitroß,versammelte die Befehlshaber, und ermähntesie, gegen dieses Bauernvolk, obwohl nicht wür-dig Ihres Kriegs, tapfere Männer zu seyn- Davertraute er die Vortrupp Anton, seinem Bru-der, dem großen.Bastard von Burgund, Bald-win dem mindern Bastard, und Prinz Wilhel-men von Oranien; in der Mitte, bey den Sa-voyern und Italienern, auf welche er sich ammeisten verließ, wollte Karl selbst seyn; derJüngling von Eleve, Herzog Johannes gleich-namiger Sohn, und Friedrich von Egmond,Herr zu Usselstein, sollen die Nachtrupp füh-,ren. Vor allen leuchtete Anron hervor, Sohneiner Liebe Herzog Philipps des Guten in derBlüthe seiner Kraft, und wie an des KörpersGröße und Schönheit, so an richtigem Urtheil?Edelmuth und Liebe des Guten ganz dem Va-ter ähnlich, ein vollkommener Mann, in sofernMenschen erlaubt ist, es zu seyn. Der Herzogehrte ihn, ohne Vertrauen, denn Anton pflegteseine Rathschläge gemeiniglich zu mißbilligen.
Die Eidgenossen, kaum ein Drittheil sostark als der Feind, hatten die Absicht, ver-mittelst guten Gebrauchs der Wälder und Hö-hen , die Uebermacht ihm unnütz zu machen.Die Burgunder stützten sich rechts an den See,links an den Thevenon lin dieser Gegend Namedes Juragebirges j, dessen Fuß theils durchSümpfe, theils durch tiefe Graben gesichertwar; nordwärts gegen den Feind waren dieUfer des Arnou mit vieler und schöner Artillerievortrefflich, der Rücken durch die Wagenburg,auch mit vielem Geschütze, wohl besetzt undverwahrt; Karl hatte die altrömische Lagerkunsteingeführt. Man mußte ihn herauslocken, odervon der schwächsten Seite angreife». Daherwollten einige den See und ihn umgehen, umden Rücken anzufallen; andere, zugleich dortund am Arnou den Angriff wagen; aber dieMeinung siegte, welche auf seine Gemüthsartberechnet war. Die Eidgenossen beschlossen einenVersuch auf Vauxmarcus; sein Zorn und Stolzwerde ihn. verblenden, das Werk seiner Wissen-schaft, sein gutes Lager, zu verlassen. Der großeBastard und alle Hauptleule warnten, wie fastimmer, vergeblich.
( Lchlacht bey Granson.) Morgensan dem dritten März war ein kleiner Haufevon Schwyz und aus dem Berner Obcrlande,vornehmlich Thun, zuerst auf; unlcrwegensdurch freudige Krieger verstärkt, kamen sie inder Luzerner Nachiiagxe ^ deren Priester ebenmit der Messe eilte. Auf einer Höhe bey Vaux-marcus sah sie der von Rosimboz, gab ein Zei-chen hinter sich. Der Herzog war mit Berich-
tigung seiner Schlachtordnung beschäftiget. Inder Meinung, daß der Feind sich nicht so weilwagen würde, hatte er das Erdreich als füreinen Marsch eher als für eine Stellung inAugenschein genommen. Die Vortrupp zogso unbesorgt als jene Schwyzer, die eben sowenig dachten, daß der Herzog schon aufgebro-chen. Rosimboz schien der einzige Widerstand;sie warfen ihn. Sobald sie auf der Höhe wa-ren, erblickten sie den ganzen Feind. Nichtmehr sie allein. Sobald man sie in Gefechtbemerkt, rannte jeder, Bern, Freyburg zumal,ihnen zu. In festem Schritt, unerschrocken,ohne Eile», bewegte sich durch beschneite engeStraßen die Vortrupp, unter Scharnachthalund Hallwyl, hielt in der kleinen Ebene unterLance, einer Carlhausc des frommen Alterthumsvon Granson; Felix Schwarzmurer von Zürich,Hemmann von Müllinen, seines Hauses dererste Berner, und welcher den Rosimboz ver-trieb, sie zwey waren mit leichtem Fußvolk inden Flanken. In den Weinbergen, gemäß'derVäter Sitte, fielen sie auf die Knie, breitetendie Arme aus und riefen zu dem Herrn derHeere; so daß der Feind, solcher Andacht un-kundig, in grimmiges Gelächter ausbrach, weiler meinte, sie ergeben sich, Barmherzigkeit fle-hend. Plötzlich erhoben die Burgunder einüberaus großes Geschrey, machten einen Keil,sprengten heran und wollten einrennen, welchesaber durch die Lanzen verhindert wurde; dieEidgenossen-Schaaren drangen mit größter Ge-walt auf sie herein; Müllinen und Schwarz-murer, die Flanken suchend, begegneten derUebermacht, welche das Heer der Schweizerüberflügeln sollte- Die Ordnung der Eidge-nossen war ein langes Viereck; die Nenner inder Mitte hielten die Banner empor; großeSchwerter und Hallbarden umgaben sie; dieLanzen empfingen den Feind; aus Zwischenräu-men feuerten ihre Büchsen. Hinwiederum Karl,mit der großen Standarte von Burgund undgelegter Lanze, nachdem sein zu hoch gestelltesGeschütz mit geringem Erfolg losgeseuert, be-mühete sich einzubrechen; indeß bergabwärts derGeneral der Cavallerie Ludwig Herr von Eha-teauguyon, Bruder von Oranien, an der SiEvon sechstausend Pferden, mit großer unauf-haltbarer Schnelligkeit herunter siel, um zu denBannern durchzubrechen.
Hier war der heftigste Krieg, da einerseitsjener mit äußerster Anstrengung der Wuth >sishatten ihm Granson, Orbe seinem Bruder g^nomme») alles versuchte, sie ihrerseits die Schad'
ren mächtig fortwälzend, die ganzeGensdarmeN
des rechten Flügels zurück, ihn aber endlich'eine Wiese unfern der Arnoubrücke dräng"/Da spornte er sein großes Pferd, martiaUI^blitzte sein Gesicht, zweymal faßte seinedas Landbanner von Schwyz, als Heinrich Ener von Luzern ihm sein eigenes entriß, "Hanns in der Gruob, ein Berner, ihn erW.^,Als nun die Krieger grauenvoll den habMann fallen sahen, und unweit von 'HAmonts Oheim Graf Johann von der MLuxembourg, hier den edlen Lalain undtiers, Ligny, Mery, Mont S. Sorlin, c°ogunder und Niederländer vermengt, und lsda Lignano, den Hauptmann des Mailand
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