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sebund selbst/ welcher mit Zwang seine Waaren überallsuchte geltend zu mache»/ die Faktoreien wurden kleineDespotien. Der Aeußere die zunehmende Gestaltung undOrdnung der nordischen Staate»/ an deren Spitze sichgroße Fürsten stellten. Die Handelsfreiheiten wurden denHanseaten theils beschränkt/ theils genommen/ an eini-gen Orten die Faktoreien gar aus dem Lande gejagt. DerBund konnte den Fehdehandschuh nicht mehr hinwerfen/keine Schlachten mehr wagen/ denn der Handel hatte seineStädte verweichlichet/ Panzer und Streitaxt stunden nichtmehr neben den Waarcngewölbcn/ die Bürger/ welcheAnfangs wackere und muthige Soldaten waren/ wurdenjetzt furchtsame Krämer. Das Handelsinteressc/ das zu-erst ein gemeinsames war/ zerstückelte sich »nd löste sichin viele kleine Interessen auf. Die Hansische freie Schiffs-akte erlöschte allmähltg; man suchte und fand Schutz beimReich. Man beschränkte sich den freien Verkehr/ dennwar einmal der große und gemeinsame Vortheil verloren/so wurde man natürlich um so gieriger und heftiger denKleinen zu behalten. Die Tage wurden immer seltenerbesucht. Man sprach zwar noch von den Rechten des Bun-des / von seiner gesetzgebende»/ vollziehenden und richter-lichen Gewalt/ daß die BundeSglicder gehorchen müßten;aber je mehr man die Gesetze aufs Papier und Pergamentbrachte/ je weniger wurden sie vollzogen/ Niemand wolltegehorchen; die Geldkontingente gtengen nicht mehr ein;immer mehr Städte blieben von den Tagen aus. Verge-bens suchte man nach dem westphälischen Frieden den Bundwieder zu erneuern. Auf der Tagsatzung von 1668 konnteman sich über nichts mehr vereinigen. ES wird zwarnoch ein Abschied verfaßt/ aber er hat weder Geist nochInhalt mehr.
Stellen wir nun einige Vergleichungen an zwischen-er Geschichte dieser republikanischen Föderationen undder schweizerische»/ so «giebt sich/ daß keine für ihre po-