Buch 
1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
Entstehung
Seite
5
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sten Schlag/ auf die erste Entscheidung. Da löste sichendlich der erste Sturm auf den Rütlibund Herab/ ummit einmal jedes weitere Fortschreiten von Verbindungenin seinem Ursprung zu unterdrücken. Aber in verhäng-nißvoller Verblendung zog der Feind mit seiner Reitereiin die engen Püffe/ der Sieg bei Morgarten war entschiedden / das erste Zeichen war gegeben. Sofort blitzten dieSchlachten und Siege wieder auf in den Ebenen voll Lau»'pen/ dann wieder seitwärts auf die Höhen von SeMhach ?dann wieder rückwärts in die Thäler von GlaruS/ welchevier Siege mitten im Lande gleichsam vier Bastionen btlubeten/ und ihrer geographischen Beziehung nach die Bast»oder die Punkte zum weitem Fortschreiten angaben.-Der'feindltchgesinnte Adel / ganz überwunden / verließ nach diesemSchlachten ein Land/ in welchem ihn das Unglück fort-während verfolgte und von Katastrophe zu Katastrophestürzte. Die östreichischen Besitzungen waren entwedereingenommen und erobert/ oder so zerstückelt und um-gangen/ daß nur ein einziger Schlag/ ein einzigerFeldzug nöthig war/ um sie vollends an sich zu bringenund zu gewinnen. Obwohl in dem mit der Herrschaft Oe-streich geschlossenen Friedensschlüssen immer etwas Un-heimliches lag/ und man denselben niemals ganz trauendurfte/ obwohl die Lande / welche die eidgenössischen Ortebisher in Besitz genommen halten/ eine noch nicht vollkomme-ne physische Grundlage gewährten/ und deßhalb die Städtedurch wiederholte AuSzüge ihrer Bürger leicht entvölkertwerden konnten/ so suchten sie dennoch keine Veranlaßungzum Krieg; ja sie mußten mit Acht und Kirchenbann be-droht werden/ ehe sie den Frieden mit dem Herzog Fried-rich von Oestreich brachen und seine ihnen so wohl gele-genen Lande einnahmen. Kaiser und Reich waren es selbst/welche ihm seine Besitzungen in der Schweiz entrissen/und obschon der Kaiser ihnen die Lande, welche sie über-ziehen würden/ als ihr Eigenthum zu überlassen versprach/