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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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Reisläufe/ Pensionen und fremden Gelder und die da-durch erzeugten entgegengesetzten Interessen bewirkten; siebrachte Ordnung in die Verwirrung/ sie trennte zwar,aber sie vereinte auch wieder. Das große eidgenössischeHauptpanner war durch den fremden Dienst/ wenn nichtverschwunden/ doch selten mehr sichtbar. Die Reforma-tion/ wie sie zwei Hauptpartheien bildete/ gab ihnen auchzugleich zwei Panner/ an die sich die Konfessionen an-schlössen/ bei denen man bereit war zu leben und zu ster-ben. Sie näherte die beiden Städte Zürich und Bcr»/die wohl schwerlich mit einander immer im Frieden geblie-ben wären; sie verband die katholisch-demokratischen Ortemit Luzern/ welche Stadt sie immer mit etwas Mißgunstund Neid ansahen. Wenn man in allen übrigen Sachenuneinig und getrennt war/ hier wurde man eines SinneS/die stete/ rege Furcht vor einander/ die überall aufgesteck-ten Sturmzeichen hinderten und hemmten das Aufkommeneiner Menge feindlicher Partheicn/ welche die vielen zeit-lichen Interessen erzeugt hätten; beim Worte evangelisch/katholisch/ Religion/ Gotteswort wurde alles vergessen undund lief unter seine Fahnen und Feldzeichen zusammen.

Wenn sie auf das politische Leben der Eidgenossen-schaft diesen Einfluß übte und diese Wirkung hatte/ sowar sie übrigens weit entfernt auf das innere und sittlicheLeben einen gleich wohlthätigen Einfluß auszuüben; ja/man hätte glauben sollen/ daß alles nur des Gegensatzesund der Form wegen geschehen wäre. Die Reformationgab einen Kultus / welcher alle Verbildlichung verbot/ dennBilder und Formen stunden nicht ausdrücklich in der Bi-bel; aber die Einfachheit ihrer Lehre/ das Ewige ohneäußere Berührung nur in der Tiefe und Stille des Gemü-thes anzubeten/ konnte von einer Zeit nicht verstanden wer-de»/ welche vom Gelde allein regiert/ wenig höhere Bil-dung besaß/ sondern beinahe in einer gänzlichen Verwil-