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man mit Worten und Hoffnungen bald auf diese, baldauf die andere Seite/ immer mit dem Zusah/ dasi dadurchkeiner kriegführenden Parthei weder etwas gegeben nochgenommen scye/ indem man durchaus neutral bleibenwolle.*) Den katholischen Orten Luzcrn, Uri/ Untcrwal-den und Zug war es jetzt vorbehalten/ das eidgenössischeConklusum umgehend zu verletzen und die Neutralität z« !breche»/ indem es dem spanischen Gesandten/ dem Reprä-sentanten des HerzogS von Anjo»/ gelungen war im Au-genblick/ als sich das Glück der französischen Waffen inItalien schon wandte/ die Erneuerung der mailändischcnKapitulate zu erhalten/ und vermöge ihrer ein VolkSauf-bruch und die Pässe. Man zog als Beweggründe dafüran: daß dieser Bund nicht ein bloßer StaatS-/ sondernein NcligionSbund sey/ der die Unkatholischcn bisher ge-gen sie im Zaum gehalten/ die Verbindung der reformir-ten Bündtner Hinterhalten habe/ wobei die vortheilhaftenHandelsgeschäfte/ die Pensionen und Kricgsgclder nichtzu vergessen. Allein Jene/ welche derlei Beweggründeanzogen/ dachten nicht daran/ daß die Zeiten der Ncli-gionSbündc vorbei/ daß damals/ als solche von den Mäch-tigen geschlossen wurden/ ihr politisches Interesse eng mitdem religiösen verbunden/ jetzt aber sich beide von einan-der wieder abgeschieden hatte»/ ja von letzten« gar nichtmehr die Rede war/ und daß nur noch in der Schweizder NcligionSfanatiSmuS seine Stätte hatte; endlich die
*) I» der Instruktion von Lnzcrn liest man: wie nn» r>ic Gesandt-schaften jede allen Schimpf von sich ab und aus die andern zuwerfen suchen, so könnte jedoch eine Eidgenossenschaft niemalsglauben, daß die Mächte ihre Frcundschatt anders, alS zu ihremeigenen Vortheil habe» wollten, wie man für alles das Beweisegenug habe. Deßwegen sich auS allem dem ergebe, daß man inden Schranken der Neutralität bleiben müsse, keine der hohenPartheien beleidigen oder begünstige» dürfe.