Buch 
1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
Entstehung
Seite
102
JPEG-Download
 

103

wurde jedoch durch die große Rolle, die er jetzt in den eu-ropäischen Angelegenheiten zu spielen vermeinte/ so sehrgehoben/ daß er gar für unnöthig hielt/ den reformirtenOrten die Anzeige zu machen: daß die Mieten den Durch-paß über ihr Gebiet nehmen würden/ obschon dieselbenwünschten, daß es nur mit ihrem Wissen geschehe. DerSchultheiß sagte: „Zieht nur immer durch, die Schwei-zer werden etwas schreien, aber weiter werden sie nichtsthun."* *) So sprach ein Standeshaupt. Und warum nicht?Da es gegenwärtig im Grunde nichts anders als einefremde Agenz war! Und so zogen sie denn über den Bo-den von Basel, St. Jakob vorbei, dem Felde des eidge-nössischen WaffcnruhmS, jetzt der Schande und Schwäche.Allein auch dieser Verrath an der Integrität des schwei-zerischen Bodens führte die Mitten zu Nichts als zur Nie-derlage von RümerSheim; einige Tage nachher sah manihr Heer in völliger Flucht über eben diesen Boden wie-der zurückeilen. Der französische Gesandte forderte imNamen seines Königs von der Tagsatzung Genugthuung,um sowohl eine erlittene Unbild zu rächen, als ihre Wie-derholung zu hindern, indem es möglich sey, daß manden Durchmarsch noch einmal versuchen würde. Ihre Ehreerfordere, wie ihr Interesse, daß sie sich demselben wider-setzten, sonst würde die Armee des Königs genöthigt seyn,ihre Bewegungen nach dem Benehmen der Schweizer zurichten. Die Demokratische» wollten sogleich ausziehen

comtc üe Baun «n Passant lc Ukono ü 8e!ssel. On s'attcnäoit q»oI» ssranoe seroit rbduite :I a'ötranxos anMisses, cvautant Pi'onpourrair küre des conrsos iusgu'il Paris.

IVlemoires g« I-amborty, lom. V-

*) Er soll nämlich, nach Aurlaubens bi-toire milit. VII. 6, geglaubthaben, das Geheimniß des Durchzuges mochte dem franz. Gesand-ten bekannt werden. Es war ihm aber schon; denn er hatt« dieTagsaßung zur Bewachung der Pässe aufgemahnt.