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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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del- und Strafscrmon war zwar nicht direkte/ aber deß-halb nur um desto frecher und höhnischer/ und sie zeigterecht eigentlich , wie er glaubte alles sagen und wagen zudürfen. Oder welche Sprache war cS nicht zu sagen: Hütteeucls"cucre Behandlung des Legaten nicht in die größteVerachtung und Schande gebracht/ wenn er seine amtli-che Stellung nicht mißbraucht. Eben/ weil er sie so miß-braucht hat/ wurde er so behandelt. Selbst die Verur-teilung derjenige»/ welche durch ihren ZnsurrcktionS-und Ncbcllengeist die Niederlage bei Vilmergen und somitden Verlust und die Schmach der Katholischen bewirkt ha-ben/ wollte er ihnen anrechnen/ und auf eine Art/ diebeweist/ wie er über die damaligen Verhältnisse noch nichtganz im Klaren war. Doch das verschlug bei ihm nichts.Er wollte durch diese e->»r von einem Brief nichts

anders bezwecken/ als sie selbst noch in denjenigen Hand-lungen verwirren und erschüttern/ bei und in welchen sievollkommen nach Recht/ Gerechtigkeit und Klugheit gehandelthatte»/ er wollte sie bis zum Skeptizismus/ bis zu einermoralischen und geistigen Zersetzung bringen. Währendman beiden fünf Orten von den Rüstungen der Rcformirtenhörte/ ermunterte sie der neue Legat den vorgeschlagenenBund anzunehmen/ von Rom aus kam eine Bulle/ wel-che besagte:wie Vortheilhaft derselbe für ihre Religionsey." Also/ nachdem man von allen Seiten dazu gedrängtund getrieben/ geistlich und weltlich dazu eingeweiht war/bei und in sich keine Hülfe mehr zu finden wußte/ schriebman eine Tagsatzung nach Solothurn aus. Der Herr Mi-nister erschien mit einer auSstudirten Rede/ fieng von denToggenburger-Händcln a»/ wie sie bei Zürich und Bernnur Vorwand gewesen wären/ um ihnen ihre Vogteienabzureißen. Darum hätten sie auch immer alle Friedens-vorschläge verworfen. Er habe die Katholischen nie ver-lasse»/ sey ihnen immer nachgereist/ und was er deßhalbgelitten/ bekannt. Kaum sey der Friede mit dem Kaiser