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ton Allianzgeschäfte noch den Muth hatten diesen Titel zuverwerfen. Nachbar! Das ergreift, das stürzt mich nie»der, wenn ich unsere Grenzen betrachte, denn was habenwir alle zu hoffen, wenn er Genf so behandeln, in die-sem Ton mit ihm reden will. Erinnern wir die Genfer,wie ste steh immerdar so klug als tapfer allem fremdenEinflüsse zu entziehen wußten, beschwören wir ste den Frie-den in ihren Mauern wieder herzustellen, sagen wir ih-nen, daß ein abgebrannter Tempel wohl wieder aufge-baut, aber eine verlorene Freiheit selten oder nie wiederkönne zurück erhalten werden. Laßt uns dem Herrn Mi-nister von VergcnncS sagen: daß wenn er Genf in einGrab verwandeln wolle, er die Einwohner ausrotten oderunter die französtschen Armeen vertheilen und zerstreuenmüsse. Ich weiß, daß man hier sagt: man dürfe steh mitFrankreich nicht entzweien. Ich bin mit keinen Völkernim Frieden, sagte Philipp von Makedonien den Griechen,als mit denen, welche mir gehorchen. „So wie der Mi-nister der auswärtigen Angelegenheiten mit der eidgenössi-schen Stadt Genf als Herr und Meister sprach, so wolltespäterhin der Kriegsminister von St. Germain steh eben-falls hören lassen, das Verhältniß deutlicher machen unddie Schweiz den französischen Kricgsverhältnissen allmäh-lig zu unterwerfen suchen; er wollte ste zu einer stetenBereitschaft von fünf und zwanzig tausend Mann verbin-den, und ste so zu einer Art Militärkolonie von Frank-reich konstituircn. Sehr naiv antwortete daher Jemandin Versailles auf die Frage: was denn die Schweizer wä-ren? proprcment ««,« Uce enfetr ciu ror, «,«» rü fo«r',,e»t
-l Sie sind ebeiifalls Unterthanen des Königs, genießen aber etwasmehr Freiheiten als andere. Corresp. eidgcn. Staatsmänner.
Einige Betrachtungen und Notizen über die Genfer Unruhenbefinden sich in der Beilage.