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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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disizircn oder aufheben/ die aber bei Andern Furchtund Hoffnung untereinander werfen; oder um sichgegen eine Eröffnung wieder fest zu machen/ die ihm ent-wischt ist/ und zwar von einem Ander»/ der sie gethanhat; oder er ist kalt und verschwiege»/ um Andere zumReden zu reizen/ um lange zu hören/ um auch angehörtzu werden/ wenn er redt/ um mit Ueberzeugung undNachdruck zu sprechen. Ein ander Mal nimmt er zuerstdas Wort/ um die Opposition/ seine Gegner/ die Intri-guen und Kabalen fremder Minister wider seine von ihmgemachten Vortrüge zu kennen und dann die Gegenmaaß-regeln zu nehmen und zu antworten. Bei einer andernGelegenheit redt er zuletzt/ um bestimmt seyn zu können/um den Grund der Sachen zu kennen/ von denen «verneh-men kann/ was er fordern soll/ was zu erhalten möglich ist.Er weiß sich klar/ aber eben so gut dunkel und zwei-deutig auszudrücken/ er weiß sich einzuhüllen/ Umschweifezu machen und überhaupt solche Worte und Wendungenzu gebrauchest/ die er gelegenheitlich/ ia wie cS die Zeit-umstünde fordern/ benutzen kann. Er begehrt wenig/ wenner selbst nicht viel geben will/ um wenigstens etwas sicherzu haben. Zuerst nur unbedeutende Sache»/ die aber garnicht verhindern/ einmal noch mehr zu verlangen; erweicht Anfangs vielmehr so viel als möglich aus/ einwichtiger und bedeutender Punkt zu begehren/ wenn ihndieser verhindern sollte/ mehrere aber nicht von solchemBelange zu erhalten/ aber die alle zusammen genommendoch mehr werth sind als Jener. Jetzt verlangt er zuviel/ damit man es ihm abschlügt/ aber in der Absichtblos/ um aus Anstand und Gefälligkeit alles selbst wiederfalle» zu lasse»/ indem er nicht befehlen will/ oder fordern/was man am Ende selbst von ihm verlangen könnte. Er istdann eben so eifrig die Größe der Forderung zu übertrei-ben und zuzugestehen/ wenn es möglich / daß man Ursache

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