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Dritter Band.
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Schauspiel.

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gleichwohl nicht satt werden ihn zu übersetzen. Außer den Verdeutschun-gen des ganzen Terenz, die wir schon früher nannten, erschienen noch im16. Jahrh, immerfort einzelne Stücke von ihm übersetzt, im Anfangedes l7. Jahrhs. aber gab es einen ganz neuen Eifer dafür zugleich mitder überhaupt wachsenden Theaterlust. Die Andria von Heinrich Haindie Greff 1535 im Anhang seiner Aulularia drucken ließ, ward noch1613 neu aufgelegt, von einem Lymberger ward sie 1614 neu übersetzt;1620 ließ die fruchtbringende Gesellschaft den ganzen Terenz in Köthendeutsch und lateinisch herausgeben, >620 ward er von Mich. Meister inHalle, 1624 von David Höschel und Math. Schenk, 1626 von einemUngenannten (in Weimar bet I. Mieschner), 1627 von Joh. Rheniusganz übersetzt, welche letztere Ueberseßung im 17. Jahrh, noch zwei Auf-lagen erlebte. Hierneben nehmen sich die Uebersetzungen aus Plautusganz vereinzelt aus. Kaum hört man von einigen Stücken, der Aulularia,die Joachim Greff (Magdcb. 1535), und den Gefangenen, die Hey-neecius 1582 übersetzte; den Amfitruo gab Wolfhart Spangenberg 1608,die Menächmen Jonas Bitner, der sie, erzürnt über die Art, wie HansSachs dies Stück entwürdigt, in Straßburg vor der Bürgerschaft auf-führen ließ, „damit man spüren möge, daß Plauti Komödien viel einander Werk seien, als die Komödie von Hans Sachsen". Hierzu kommendann einzelne Versuche aus dem Griechischen: die Jphigenie in AuliS1584 von Bapst von Rochlitz, dem früher angeführten Uebersetzer desTerenz; die Aleestis (1604) und Hecuba (1605) von Euripides und derAjax von Sophokles (1608) von dem uns schon bekannten WolfhartSpangenberg. Diese Letzteren sind nicht reine Uebersetzungen der Origi-nale; sie sind alle nach neueren lateinischen Umarbeitungen, der Aleestisvon Buchanan, der Hecuba von Erasmus von Rotterdam, des Ajasvon Sealiger übertragen, die auf dem akademischen Theater von Straß-burg (der Ajar schon 1587 und wieder neu einstudirt 1608) aufgeführt,und dann für die der Sprache Unkundigen ins Deutsche gebracht wurden.So geschah es auch durch Jsaac Fröreisen mit Aristophanes Wolken(Straßb. 1613), die der Professor Ferber hatte aufführen lassen. DieseUebersetzungen sind von großem Interesse. Aristophanes und Sophoklesin Hans Sächsischen Versen, der alte Kothurn in den Soceus unsererVolkskomödie ausgetreten, die Chöre einmal in sein sollendenTrimetern,ein andermal strophisch mit Anklängen an das deutsche Volkslied vor-getragen, das Alles macht zwar auf den ersten Anblick einen seltsamenEindruck; aber dann ist es doch sehr fesselnd zu beobachten, wie der edleInhalt dieser Tragödien und ihre gehobenen Vorstellungen, besonders in