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Dritter Band.
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Weltliche Lyrik nach Opitz.

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weltlichen zu dieser geistlichen Dichtung bildeten. Nach dem Ausgang derersten Begründer des Ordens drohte diesem gleichfalls der Ausgang.Limburger, der nach Birken's Tode Vorsitzer ward, schien nicht der Mannden Orden zu halten; ihm mußte Andreas Jngolstetter unter die Armegreifen, der vielbewunderte, gelehrte, dichterische und doch auf feineDichtungen so wenig eingebildete Kaufherr, dessen Gedichte Omeis ebenso bewundert, wie er sein Verdienst hochpreis't um die Aufrechthaltungdes Ordens, der ohne ihn mehrmals hätte fallen müssenE). Besonderstrug er zur Anlegung und Unterhaltung des Jrrhains, unter Limburger'sVorsitz, das meiste bei. Dieses angesehenen Mannes Schwager warM. Daniel Omeis (>646 — 1708), die Zierde von Altdorf, der seinerZeit der innere Halt der Gesellschaft ward. Wie an Dilherr früher, soläßt sich an ihn, der mit dex pfalzgräflichen Würde ausgestattet wieder) der Gesellschaft einen neuen Schwung geben konnte, eine Reihe von geist-! liehen Dichtern anreihen von theilweise nicht unbedeutenden Namen: diek Deßler, Adolph Saubert, Erasmus Franeisci, Joachim Negelein,

! Christoph VII. Fürer, Geiger, Gundling, Hirsch und so viele Andere,z die von ihm gebildet, gekrönt und in den Orden aufgenommen waren.

! In dem poetischen Andachtsklang der Erquickstunden von Heinr. Müller(1667 und oft), in dem Altdorfischen und in dem Nürnbergisch-Sauber-' tischen Gesangbuche hat man eine Sammlung geistlicher Lieder aus diesemKreise oder aus diesen Zeiten. Auf das Einzelne einzugehen ist hierweder ein Ort, noch überhaupt eine Ursache. Nichts wirklich Bedeutungs-volles tritt mehr heraus; die Gedichte von Omeis selbst sind sehr geringund verrathen wie seine accurate Reim- und Dichtkunst (1704) eine ganzprosaische Natur, der es in der Poesie mit dem „feurigen Enthusiasmus"keineswegs gethan schien. Dies hat auf die Natur des Ordens weiterhinden entschiedensten Einfluß gehabt. Von ihm bis aus Panzer folgt imVorsitz immer ein Polyhistor, Gelehrter und Alterthümler auf denandern*^), und dies versinnlicht, wie die dichterische Ader der Gesell-schaft ausfloß und allgemeinere Zwecke der Sprach- und Wissenschasts-förderung an die Stelle der Dichtungspflege traten, womit sich dann derOrden unserem Interesse entzieht.

Wir haben unsern Rundgang vollendet und wollen nur noch einen

182) Vergl. mit der Notiz in der Vorrede zu Omeis' Dichtkunst Will'S Nürnb.Gelehrten Lericon s. v. Jngolstetter.

183) Ihre Reihe gibt Panzer in dem erneuerten Gedächtniß des PegnesischenBlumenordens. 1794.