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5) Wegen der Vermählung der Prinzessin Marie Adelaide,Tochter des Herzogs von Savoyen, mit dem Herzog vonBurgund, Enkel Ludwig's XIV., sollen sogleich die Un-terhandlungen beginnen.
6) Nehmen die verbündeten Mächte die Neutralität Italiensnicht an, so vereinigt der Herzog seine Truppen mit denendes Königs, und befehligt sie als Obergeneral gegen diegemeinschaftlichen Feinde.
7) So lange der Krieg dauert, bezahlt Frankreich dem Herzogmonatlich 100,000 Thaler Subsidien.
Während dieser Vertrag zu Ende Junis ratificirt wurde, er-schien der Gras von Mannsfeld als kaiserlicher Gesandter mitähnlichen Anträgen und mit dem besondern Austrage, zu Turinfür den römischen König um die Hand der ältesten Prinzessin vonSavoyen zu werben; bald jedoch sollte der Wiener Hof, der denBerichten Eugen's nicht die gehörige Aufmerksamkeit schenkte, aufüberraschende Weise enttäuscht werden.
Außer den oben erwähnten Artikeln drang der Herzog bei demfranzösischen Kabinete hauptsächlich darauf, daß das Heer desMarschalls C atinat beträchtlich verstärkt werde, in der zweifachenAbsicht, um vor den Verbündeten seine Besorgnisse wegen einesEinfalls in Piemont und der Bedrohung seiner Hauptstadt zurechtfertigen, und andererseits in diesem Heere den nöthigen Schutzgegen die Verbündeten für den Fall seines Uebertritts zu finden.Während daher Victor Amadäus seine Rolle mit vollendeterHeuchelei fortspielte, große Zurüstunge» traf, seine Verbündetenvor der Zeit aus ihren Winterquartieren herbeirief, und das Ge-rücht einer vorzunehmenden Belagerung von Pigucrol ausstreute,führte Eatinat sein Heer, das aus 90 Bataillonen und 95 Schwa-dronen bestand, zu Ende des Monats März über die Alpen. ZurBesetzung der Thäler ließ er angemessene Truppenabtheilungen zu-rück, und am 27. Mai langte er mit etwa 35,000 Mann in derEbene an, und bezog-am 2. Juni ein Lager bei Rivalta. DerHerzog von Savoyen stellte sich, als befürchte er eine Belage-rung seiner Hauptstadt; auf seinen Befehl wurden auf Schußweiterings um dieselbe her alle Bäume abgehauen, die Werke herge-