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setzte, wo es am 10. August anlangte. Zuvörderst wurde vonhier aus die Besatzung von Tcmesvar mit Lebcnsmitteln versehenund sofort zwei Brücken geschlagen, die eine über die Unna, dieandere über die Sawa, um, je nachdem es für zweckmäßig erach-tet würde, entweder in das Bannat oder nach Slavonien zurücken. Das türkische Heer war 120 — 150000 Mann stark.
Zu Belgrad ward zweimal Kriegsrath gehalten, der erste beidem Großvezicr, der zweite in des Sultans Gegenwart. DieVezierc, aufgebracht durch die harten Reden des Großveziers hat-ten sich verbunden, demselben in Allem zu widersprechen. Nurder Pascha Hussein von Belgrad sprach seine Ueberzeugung offenaus. Er zeigte das Verderbliche der Meinung der Vezierc, welcheriethen, über die Donau und Theiß auf dem rechten Ufer dersel-ben vorzugehen. Er stellte vor, daß die Uebersctzung so vielerFlüsse und Moräste schwierig sey, daß der Feind, wie er an derRaab bei St. Gotthardt gethan, einen Theil des Heeres ohneWiderstand übersetzen lassen, und dann angreifen würde; daß manunmöglich auf mehr als 25 Tage Lebcnsmittcl mitnehmen könne,und nach deren Verbrauch den größten Mangel leiden würde, daßendlich bei ungünstigem Erfolge der Rückzug höchst gefährlich; daßhingegen auf dem Zuge nach Pctcrwardein die Zufuhr der Lebens-mittcl auf der Donau gesichert und daher der Uebergang über dieSave dem über die Donau vorzuziehen sey. Schon zum dritten-malc ziehe mau ins Feld, ohne den Christen eine Spanne Erd-reich abgenommen zu haben, daher schlage er die Belagerung vonPctcrwardein vor. Diese wohldurchdachte Meinung, deren Rich-tigkeit die Folge nur allzusehr bestätigte, und der auch der Groß-vczicr beistimmte, drang wider die der zu seinem Verderben ver-einten Gegner nicht durch; es wurde vielmehr beschlossen, überdie Donau, Themes, Bcga und Theiß zu setzen und auf demrechten Ufer der letztem zu lagern.
Den Bemühungen des Prinzen Eugen von Savoycn wares inzwischen gelungen, das kaiserliche Heer in Ungarn bis nahean 50000 Mann zu verstärken. Von diesen wurde ein beträchtli-ches Corps unter dem Prinzen von Vandemont zu Unterdrückungdes Aufstandes der ungarischen Mißvergnügten unter Franz To-kay in die Szemplcncr Gespannschaft gesendet. Dagegen hatte