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Erster Band.
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Graf Auersberg nach der vergeblichen Belagerung von BihacsBefehl erhalten, sich mit dem Hanptheere zu vereinigen.

Zu Anfang Juli's sammelte sich dieses zwischen der Save undDrau. Am 12. Juli rückte es nach Vuchin, wo es am 13. Julirastete. Hier traf die Meldung ein, daß ein Corps von 12000Türken bei Schabacz angelangt sey. Daher setzte sich das kaiser-liche Heer am 14 Juli über Jllock nach Futak in Marsch; PrinzEugen begab sich von hier nach Pctcrwardein, besichtigte dieWerke dieser Festung und führte hierauf das Heer der leichternVerpflegung wegen nach Kovil auf dem linken Donauufer zwi-schen Peterwardein und Titel. Durch einen Raitzen, der sich bisin die Nahe von Belgrad geschlichen hatte, erfuhr Eugen, daßdie Türken sich allmählig bei Belgrad sammelten, daß sie mit Her-stellung der Werke dieser Stadt eifrig beschäftigt seyen, daß dietürkische Donanflotte aus 16 Galeeren, 30 Fregatten und 60 Tschai-ken bestehe und daß die kleinste ihrer Galeeren mit 150 Mannund 15 Geschützen ausgerüstet sey.

Da sich feindliche Strcifparthicn zwischen Carlowitz undSlankament auf dem rechten Donauufer sehen ließen, unternahmEngen in Person eine Rccognoszirung, und erfuhr durch einge-brachte Gefangene, daß das türkische Heer noch immer nicht voll-ständig bei Belgrad versammelt sey, daß dessen Stärke jedoch be-reits gegen 100000 Mann betrage. Auf diese Kunde sendete erdem Prinzen Vaudcmont, der die ungarischen Rebellen bei Pa-tak vernichtet hatte und dem General Rabntin, der nach Sie-benbürgen entsendet war, Befehl, sich auf dem kürzesten Wege mitihm zu vereinigen. Aus den Bewegungen der türkischen Donau-flotte schloß Prinz Eugen, daß der Großhcrr die Belagerungirgend eines festen Platzes beabsichtige. Da Peterwardein der zu-nächst bedrohte Punkt war, so verstärkte Eugen am 4. Augustdie dortige Besatzung mit 8 Bataillonen und 200 Pferden, derenMithülfe insbesondere zur Beendigung des in der Nähe der Festungaufgeworfenen verschanzten Lagers nöthig war. Bis zum 21. Au-gust blieb Prinz Eugen mit dem kaiserlichen Heere beobachtendbei Kovil stehen.

Am 16. August war Graf Auersberg mit seinem Corps indem Lager bei Kovil angelangt. In der Ungewißheit, ob nicht