Band 
Erster Band.
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ein türkisches Corps sich auf dem linken Theißufer gegen den ausSiebenbürgen im Anmärsche befindlichen Grafen Rabutin wende,dem Kanisa als Uebergangspunkt über die Theiß bestimmt war,beschloß Prinz Eugen, ihm auf dem rechten Ufer dieses Flussesentgegen zu rücken. Ehe er fedoch diesen Marsch antrat, sendeteer den General Nehm mit einigen Regimentern zürBesetzung desStädtchens Titel ab, dessen Lage auf einer Höhe unweit des Ein-flusses der Theiß in die Donau für beide Gegner von gleicherWichtigkeit war, denn so lange Titel in den Händen der Kaiser-lichen blieb, konnte Peterwardein nicht mit Nachdruck angegriffenwerden. Zwei weitere Regimenter erhielten die Weisung, an derMündung der Theiß die Bewegungen der Türken zu beobachten,und den General Nehm von den Bewegungen derselben, sey esaufwärts der Theiß, oder aufwärts der Donau, in Kenntniß zusetzen. General Nehm erbielt Befehl, sich nur so lange in Titelzu halten, als dies ohne allzugroßen Verlust für sein Corps mög-lich seyn würde.

Am 22. August brach Prinz Eugen mit dem kaiserlichenHeere in der Richtung gegen Kanisa auf. Am 25tcn traf er beiCiskeria, am 26tcn August in der Nähe von Zenta an der Theißein. Am 27ten meldete General Nehm durch einen Eilboten, daßdie türkische Flotte in der Richtung auf Titel und Slankamentherannahe, daß ihre Vorhut zwei Stunden vorher die Donaubei Pancsova überschritten habe, und das Gros des Heeres ohneZweifel folgen werde. Am 28. August bestätigte er diese Nachricht,und fügte hinzu, daß ein Theil der türkischen Flotte, cotoyirt von4000 Reitern, die Donau hinauf gegen Peterwardein segle, unddaß er jeden Augenblick einem Angriff entgegen sehe; um dieselbeZeit erhielt Prinz Eugen die Meldung, daß Graf Rabutin am27tcn zu Arad, 15 Meilen von Kanisa, angelangt sey.

Unverzüglich sendete er diesem den Befehl, seinen Marsch zubeschleunigen, und ließ zu seinem Uebergange bei Kanisa eine Brückeüber die Theiß schlagen. Mit dem Heere brach er zur Unterstützungdes Generals Nehm auf, indem er noch in der Nacht mit 7 Ka-vallerie-Regimentern und 15 Bataillonen dem Heere vorauseilte.Es war jedoch zu spät; General Nehm, von dem Großvezier mitUebermacht angegriffen, hatte sich einen Tag lang, nicht ohne