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Erster Band.
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sich noch zwischen der äußern und innern Verschanzung befanden,entkam kein Mann mehr der Wuth der Sieger. Die Schlachtlöste sich in rücksichtsloses Schlachten auf. Das Würgen wurdefortgesetzt bis tief in die Nacht, wo es endlich dem Prinzen Engengelang, die Truppen unter ihre Fahnen zurückzurufen, und sie indas Lager hinter der Verschanzung zu führen.

Erst der folgende Morgen gab die ganze blutige Niederlage desHalbmondes kund. Der Großvezier, vier andere Vezierc, 13 Beg-lerbege, drei Generallieutcnante der Janitscharen, der General derArtillerie, zwanzig Alai Bege, über 30 Aga'ö der Janitscharen,Spahi, Silihdare lagen unter den Todten; gegen 10,000 Osmanenertranken in der Theiß, gegen 20,000 deckten das Schlachtfeld.Sieben Roßschweife, 423 Fahnen, darunter die des Janitscharcn-Aga's, endlich des Großherrn Reichssiegcl waren die Beute desSiegers. Am Morgen des 12. Scpt., an demselben Tage, anwelchem Prinz Eugen vor vierzehn Jahren, kaum zwanzig Jahrealt, als Freiwilliger im kaiserlichen Heere bei dein Siege von Wienunter dem Herzoge von Lothringen die ersten Waffen wider dieTürken getragen hatte, zog das kaiserliche Heer über die Theiß indas verlassene feindliche Lager.

Die Beute, welche die Sieger hier fanden, übersteigt allenGlauben: 160 größere und kleinere Geschütze, 9000 Wagen, 6000bepackte Kameele, 15,000 Ochsen, 7000 Pferde, 26,000 Kugeln,553 Bomben, die auf 40,000 fl. geschätzte Privatkasse des Sultans,sein mit acht Pferden bespannter Wagen mit zehn Weibern desHarems, 48 Pauken und die Kriegskasse mit drei Millionen Gul-den wurden gefunden; und dieser unermeßliche Sieg, gegen welchenalle früheren von Christen gegen die Osmanen erfochtenen Siegeerbleichen, kostete die Kaiserlichen nicht mehr als 430 Todte und1593 Verwundete.

Prinz Eugen sendete den Prinzen von Vaudemont mit derSiegesbotschaft an den Kaiser. — Als er nach der Schlacht diekaiserliche Depesche erbrach, fand er den Befehl darin, jedem Treffenauszuweichen. Fällt hier auf irgend Jemand ein Tadel, so triffter Denjenigen oder Diejenigen, welche einem mit dem Oberbefehlbekleideten Feldherrn in einer Entfernung von sechzig Meilen vom