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Erster Band.
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Kriegsschauplätze einen solchen Befehl gegeben haben. Man hatgesucht, diesen ganzen Vorfall als ein Mährchen darzustellen, alleindieß wird bündig und unbestreitbar widerlegt durch folgende Stelleaus einem Schreiben des Prinzen Eugen an den Grafen vonSinzendorf, Pcterwardcin den 16. September, also fünf Tagenach der Schlacht:

"Meine Pflicht hatte erfordert, den günstigen Augenblick»zur Ehre und zum Vortheile der Monarchie zu benützen,»wenn es schon nicht in dem Plane meiner Feinde lag, wie"ich aus dem vier Stunden nach dem Treffen erbrochenen»Befehle des Monarchen ersehen habe, nach welchem ich an-gewiesen war, jedem Treffen sorglichst auszuweichen. Bei der»Erhaltung der Ordre dachte ich sogleich an die Erinnerung,»die mir Euer Excellenz vor meiner Abreise gaben, nur das»bekannte A. B. E. (Auersberg, Baden, Eaprara)»nicht zu vergessen. Und da auf dem linken Flügel sich schon»die Kanonen hören ließen, so ersuchte ich den Ucberbringer,»nur die Depesche im Lager bis zur Beendigung der Schlacht»wohl zu verwahren, und der großen Fatique halber einst-»weilen auszuruhen rc. rc.»

Es geht aus dieser wichtigen Stelle hervor, daß Prinz Eugenmehr als eine Ahnung dessen hatte, was die Depesche enthielt, unddaß er sie, als von seinen Feinden ausgewirkt betrachtete. Um somehr verdient die Charakterstärke, mit welcher er seine Anordnungentraf, Bewunderung. Eine Gelegenheit znm Siege, wie sie sichbei Zenta darbot, findet sich so äußerst selten, daß ein Feldherr,der sie aus was immer für Gründe» unbenützt vorübergehen ließe,sich großem Tadel aussetzen würde. — Man hat versucht, dieSchlacht bei Zenta von Seiten Eugen's als ein Wagestück dar-zustellen. Als solches erscheint sie jedoch bei näherer Beleuchtungdurchaus nicht. Der schlimmste Fall, der sich ereignen konnte, war,daß der Angriff der Kaiserlichen abgeschlagen wurde. Was warbei der zahlreichen Reiterei, welche Prinz Eugen befehligte, vonden auf dem rechten Theißufer zurückgebliebenen Türken zu befürch-ten, deren ganze Reiterei nicht mehr als 3000 Mann betrug?Eugen's Benehmen erscheint daher in jeder Beziehung vollkommengerechtfertigt. Seinen glänzenden Sieg verdankte er dem raschen

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