Band 
Erster Band.
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nach Castelbaldo abzuschicken. Auch Prinz Vandemont wardbeordert, mit dem Gros seines Corps sich diesem Punkte zu nähern.

Catinat, nicht gehörig unterrichtet von dem, was auf demlinken Etschufer vorgieng, weil er den erhaltenen Befehl, diesenFluß nicht zu überschreiten, allzugewissenhaft befolgte, ließ seinenlinken Flügel noch immer bei Rivoli durch die wenigen Bataillonedes Generals Glitten stein festhalten. Mit dem rechten Flügelseines Heeres zog er sich auf dem rechten Ufer herab, und vertheilteseine Truppen nach Opeano, Jsola dclla Scala und Sän Pietro'di Legnago. Generallicutenaut Tess, der diesen Flügel befehligte,sendete am 18. Juni den General St. Fremont mit fünf Ka-valcrie-Regimentern, 3000 Mann Infanterie und sechs Geschützennach dem Dorfe Carpi, von welchem aus die nördliche Spitze derInsel Villa bnona bcstrichen werden konnte. Die mailändischcn Trup-pen unter dem Herzog von Vandemont standen, die Mitte dieserStellung bildend, unterhalb Verona bei Ca di Davide. Catinat,der Eugcn's Plan noch nicht zu durchschauen vermochte, fürchtetebald für seinen linken Flügel bei Rivoli, bald für seine Mitte, baldfür seinen rechten Flügel bei i'egnago und Carpi.

Prinz Eugen zögerte absichtlich mehrere Tage, weil sein schweresGeschütz erst am 26. Juni zu Rovcrcdo anlangte, und unter Be-deckung eines kaiserlichen Kürassier - Regiments in den nächsten Ta-gen den Marsch auf den neu angelegten Wegen über das Gebirgein die Ebene antreten konnte.

Am 25. Juni dehnte sich Catinat noch weiter rechts aus.Einzelne Corps standen bei Ostiglia und bei Stellata auf demrechten Po-Ufer. Jetzt hielt Eugen den Augenblick für günstig,seine klugen Vorkehrungen zur vollständigen Täuschung des Fein-des zu treffen. Am 27. Juni waren die Brücken über den CanalMalopera und über den Canal Bianco fertig. Am 28ten Junigingen 1000 Reiter und zwei Infanterie - Regimenter mit 10 Ge-schützen bei Castcl Guglielmo aus das rechte Ufer des letztem über.Alle von Verona bis Castelbaldo vertheilten Truppen erhieltenBefehl, sich dem Uebcrgangspunktc zu nähern. General Vau-bonne, der jene 1000 Reiter befehligte, ward noch an dem-selben Tage an den Po vorgeschoben, bemächtigte sich der Fährenbei Pontc Lagoscnra und Palantoue und stand am Morgen