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Eugen stand jetzt in der Mitte des gegen Südwester! gekehrtenBogens, den die Etsch zwischen Bussolcngo und Cologna bildet.Er konnte sich daher nach jedem Punkte dieses Bogens rasch be-wegen, ehe die Verbündeten, welche auf der weiten Linie am rech-ten Etschufer von Rivoli bis Leguago zerstreut standen, sich irgend-wo früh genug sammeln konnten, um sich seinen Angriffen mitMacht entgegenzustellen. Durch das am Montebaldo aufgestellteCorps des Generals Guttcnstein nöthigte «er Catinat, einstarkes Corps auf dessen linkem Flügel bei Rivoli stehen zu lassen,um nicht von seinen Verbindungen mit Brescia, Mailand, Ercmonaund Mantua abgeschnitten zu werden.
Das Dorthcilhafte seiner Lage erkennend, entwarf Eugennunmehr den Plan, das feindliche Heer theilwcise zu schlagen.Hiebci kam Alles darauf an, den feindlichen Feldherrn über denwahren Ucbcrgangspuukt zu tauschen. Diesen Zweck erreichte Eu-gen vollkommen durch folgende Bewegungen:
Am 10. Juni ward Gencrallieutenant Palffy durch ein Kü-rassier-Regiment verstärkt. Drei Tage darauf meldete Palffy,die von ihm bei Castelbaldo über die Etsch geschlagene Brücke seybeendigt. Am 14. Juni begab sich Eugen mit zwei Infanterie-Regimentern, 10 Kanonen und vielem Schanzzcuge ebendahin.Zwei weitere Kürassier-Regimenter, zwei Infanterie-Regimenterund 10 Kanonen folgten ihm am 15. Juni. Prinz Vaudemontblieb mit drei Kürassier-Regimentern und zwei Infanterie-Regi-mentern beobachtend zwischen Pescantina und Verona stehen.
Am 15. Juni traf Eugen an der Brücke bei Castelbaldo ein,passtrtc dieselbe, und recognoscirte die Insel Villa buona, welche,in Gestalt eines Dreiecks, durch die Etsch, den Canal Castagnaro(auch Canale bianco genannt) und durch den Canal Malopcragebildet wird. Streifcommando's wurden abgesendet, um alle anden Tartaro und den Po führenden Wege genau zu rccognoscircn,und hierauf eine Brücke über den Canal Castagnaro geschlagen.Am 16. Juni nahm Engen sein Hauptquartier zu Arcole amAlpon, um von diesem Ccntralpunkte aus theils die Bewegungendes Feindes auf dem rechten Etschufer zu beobachten, theils dieeigenen Operationen besser leiten zu können. General Gut teil-st ein erhielt Befehl, drei Bataillone mit dem Rest des Geschützes