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zato zurück. Eugen änderte nichts an seiner Stellung, als daßer den rechten Flügel derselben bis nach Paluzzuolo ausdehnte,nachdem die zwei Infanterie-Regimenter Gschwcnd und Lothrin-gen in seinem Lager eingetroffen waren. Die äußersten Vorpostender beiderseitigen Armeen standen hier nur wenige Schritte aus-einander.
In dieser Stellung blieben beide Heere bis tief in das Spät-jahr hinein. Es war eine Art von Wettstreit, wer am längstenausharren würde. Allein Eugen's einsichtsvolle Thätigkeit standin geradem Gegensatze mit der Unthätigkcit seiner Gegner. Ausdem von Eugen geführten Tagcbuche geht hervor, daß fast keinTag vcrgieng, an welchem er nicht größere oder kleinere Strcis-commando's aussendete, während er selbst bei seinen Fourragirun-gen und im Lager von den Verbündeten nur selten beunruhigtwurde. Durch die häufigen Streifzüge der Kaiserlichen litten dieVerbündeten beträchtlichen Schaden. Ihr Fourragirungen wurden,wenn sie nicht sehr stark bedeckt waren, überfallen, ihre Zufuhrenfielen in Hinterhalte, und wurden theils genommen, theils zerstört.Kouriere mit den wichtigsten Depeschen, Generale und Offiziere,die einzeln durch das Land reisten, Rcmontetransportc, Heerdcnvon Schlachtvieh, wurden aufgefangen. Eine Menge feindlicherOffiziere und Soldaten wurden bei diesen täglich sich wiederholen-den Vorfällen theils getödtet, theils gefangen. In dem feindlichenHeere, das durch diese ewigen Neckereien zu dem angestrengtestenDienste genöthigt ward, riß große Desertion ein. Wo die Ver-bündeten aus ihrer Unthätigkcit sich losrissen, und hie und da einenStreifzug unternahmen, da stießen sie, mit seltenen Ausnahmenauf überlegene Commando's der Kaiserlichen und zogen den Kürzern.
Villeroi, durch das Treffen bei Chiari gewitzigt und etwasbescheidener geworden, hatte inzwischen von Ludwig XIV. denwiederholten Befehl erhalten, nur bei großer Wahrscheinlichkeit desErfolgs sich in ein Treffen einzulassen, im klebrigen sich darauf zubeschränken, die Kaiserlichen an Beziehung von Winterquartierenin Italien zu verhindern. Allein auch diese letzte Aufgabe warschwer zu lösen, einem Feldherrn gegenüber, der mit äußerster Aus-dauer in seiner festen Stellung bei Ehiari verharrte. Catinat,von Villeroi um Rath gefragt, machte den kühnen Vorschlag,