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Am obern Rhein stand Marschast Villa rs mit 49 Bataillo-nen und 77 Schwadronen, 32000 Mann; im Besitze zweier Brückenbei Hüningcn und Neuburg, hatte er die Bestimmung, in Baicrneinzudringen.
An der Mosel befehligte Tallard 18Bataillone und 25 Schwa-dronen, 12000 Mann, mit dem Auftrage, die festen Platze diesesFlusses zu decken.
Die ersten Feindseligkeiten begannen an der Mosel, wo derPrinz von Hessen von Tallard genöthigt wurde, nach 35tägi-ger Belagerung von Trarbach abzulassen. Wenige Tage darauf(3. März) bemächtigte sich Tallard St. Wendcl's.
In der Mitte Februars gieng Villars bei Hüningen, Drei-fach und Altenheim über den Rhein, warf in raschem Anfalle dieTruppen des Prinzen von Baden bis in die Linien von Stollho-sen zurück, bemächtigte sich Offcnburgs, und eröffnete am 25. Fe-bruar vor Kehl die Laufgräben, während seine Reiterei das Kin-zigthal hinauf bis Hastach streifte. Am 10. März kapitulirte Kehl;unter der Bedingung, die Werke nicht zu schleifen, erhielt die Be-satzung freien Abzug.
Um einen Tag später (11. März) schlug der Churfürst vonBaiern den General Schlick bei Eisenbirn, unweit Schärding,wendete sich hierauf gegen den Feldmarschall Styrum, der bisan die Naab in der Richtung auf Amberg vorgedrungen war, undnöthigte ihn zum Rückzüge nach Neumarkt. Von hier wendete ersich abermals gegen Schlick, der sich Schärdings bemächtigt hatte,und bis Vilshofen an der Donau vorgedrungen war. Am lOtcnApril stand er demsclben^gegenüber und drängte ihn nach Passauzurück.
Inzwischen erhielt Styrum neue Verstärkungen aus dem frän-kischen und schwäbischen Kreise. Villars beschloß daher, demChurfürsten Luft zu machen, und zog in dieser Absicht den GeneralTallard an sich. Seine Angriffe auf die Linien zwischen Bühlund Stollhofcn wurden jedoch durch den Prinzen von Baden zu-rückgewiesen. Nachdem Villars den General Tallard diesemgegenübergelassen hatte, lagerte er am 27. April bei Offcuburg;sofort überwältigte er die einzelnen Posten des Kinzigrhalcs undmarschirte über Villiugen, Donaueschingcn nach Tuttlingcn, wo