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Rückzüge nach Mittenwalde, wo er die Ankunft Vendome's ab-zuwarten beschloß.
Gegen den Prinzen von Baden, der mit 40000 Mann andie Brenz rückte, bezog Villars das trefflich gewählte Lagerzwischen Dillingcn und Launigen, aus welchem Ludwig vonBaden ihn vergebens durch Manöver in Flanke und Rücken her-auszulocken suchte. Bei einem dieser Seitcnmanöver ward derunfähige General Styrum am 20. September durch Villarsin dem Treffen bei Höchstädt mit beträchtlichem Verluste geschlagen.
Da sich Villars über den Western Operationsplan mit demChurfürsten von Barern nicht verständigen konnte, führte er seinHeer über Mcmmingcn auf Saulgau zurück und übergab dort dasCommando desselben dem Marschall Marsin, der zu seinem Nach-folger ernannt war. Prinz Ludwig von Baden folgte denFranzosen bis an den Federsee. Der Churfürst beschloß den Feld-zug mit der Einnahme von Augsburg (14. Dezember), und vonPassau (11. Januar 1704), worauf er Winterquartiere bezog.Prinz Ludwig kantonirte zwischen dem Bodcnsee und dem Neckar.
Das zu Anfang Juni's bei Straßburg unter dem Herzog vonBurgund und Tallard vereinigte französische Heer beschränktesich in den zwei ersten Monaten auf die Zerstörung der Linien ander Motter. Am 7. September fiel Dreifach nach dreiwöchentli-cher Belagerung in die Hände desselben; im Oktober rückte es vorLandau. Der Prinz von Hessen, welcher aus Flandern dieserFestung zu Hülfe eilte, ward am 15. November am Speyerbachevon Tallard geschlagen, worauf sich Landau am folgenden Tageden Franzosen ergab. Mit dem Falle dieser Festung endigte auchhier der Feldzug und die Truppen rückten in Winterquartiere.
Ueber die Kriegsereignisse dieses Jahrs in Italien und Deutsch-land äusserte sich Eugen in einem Schreiben an den holländi-schen Gesandten ,1. <1. Wien 19. Dezember 1703 folgendermaßen:" Unerachtct in Italien und Deutschland die Operationen"dieser Campagne sehr schlecht gegangen sind, so zeigt der Kaiser