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Erster Band.
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Hauptabsicht, der Eroberung von Antwerpen, fühlte er sich nichtstark genug, daher rückte er vor Huy und eroberte diesen festenPlatz am 26. August nach achttägiger Belagerung.

Villeroi hielt sich allzugcwissenhaft an den ihm von Lud-wig XIV. ertheilten Befehl, auf diesem Kriegsschauplatze dieDefensive zu beobachten, und so fiel auch Limburg am 27. Sep-tember in Marlborough's Hände.

Zu Anfang Oktobers zog sich derselbe nach der Stellung vonTongern zurück; Villeroi nabm Stellung bei Diest hinter derDemmer. Hier beobachteten sich beide Heere, um jede Entsen-dung nach Deutschland zu verhindern, oder falls sie von einerSeite vorgenommen würde, ihr eine gleich starke nachrücken zulassen. Ueber unbedeutenden Gefechten verfloß der Monat Okto-ber und zu Anfang des Novembers bezogen beide Heere Winter-quartiere. Die Schuld, daß auf diesem Kriegsschauplatze nichtsWichtigeres geschah, fällt auf die unüberwindlichen Bedenklichkcitcnder Generalstaaten und ihrer Feldabgeordneteu, die Marlborough'sstrategisches Genie durch engherzige Rücksichten auf ihre Sicherheitin beengende Fesseln schlugen. Diese Bemerkung ist hauptsächlichgegen diejenigen neuern Schriftsteller des spanischen Erbsolgckricgsgerichtet, welche, wie Duvivier *), von den hier angedeutetenSchwierigkeiten gar keine Notiz nehmen, und in ihrer ungerechteneinseitigen Kritik, aus Mangel an einem sorgfältigen Quellen-studium den großen englischen Feldherrn hinsichtlich seiner Opera-tionen im Jahr 1703 neben einen Villeroi zu setzen wagen.Ganz anders würde jenes Autors Urtheil ausgefallen seyn, wenner Core's Leben und Denkwürdigkeiten Marlborough's auchnur oberflächlich benützt hätte.

Der Krieg gegen die ungarischen Rebellen.

Durch den Karlowitzcr Frieden war dem Kaiser zwar die uuge-theilte Herrschaft über Ungarn gesichert, die Thronfolge festgesetzt,

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Iter Band. Seite 127 — 136 .