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Erster Band.
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bestehend aus 32 Bataillonen und 60 Schwadronen (22000 Mann)bei Jvrea zusammenzuziehen. 9 Bataillone und 6 Schwadronen(5000 Mann), welche znr Belagerung von Mirandola verwendetworden waren, wurden über Erescentino ebendahin gezogen; end-lich mußte Lafeuillade, der noch immer in Nizza stand, 9 Ba-taillone und 10 Schwadronen (6500 Mann) nach Jvrea absen-den. Am 11. Juni führte Vendüme diese vereinten Streitkräste,zusammen 32500 Mann, vor Chivaffo, woselbst Victor Ama-däns und Starhemberg mit 16000 Mann eine feste Stellungbezogen hatten. Am 22. Juni waren diese Truppen in die Stadtzurückgedrängt, und in der Nacht vom 23ten auf den 24ten Junieröffnete Vendöme die Laufgräben vor derselben. Am 9tcn Julitraf der Herzog von Lasen ill ade aus der Grafschaft Nizza beiihm ein, wodurch seine Armee eine Stärke von 50 Bataillonenund 76 Schwadronen erreichte. Allein schon zwei Tage daraufriefen Vcndümc die Ereignisse seinem Bruder zu Hülfe, weßhalber dem Herzog von Lafcuilladc die Belagerung von Chivaffoübergab, und mit 10 Bataillonen und 10 Schwadronen in Eil-märschen gegen den Serio aufbrach.

Während dieser Ereignisse in Piemont hatte sich Engen seinemGegner, von dem er wußte, daß er sich aus Bequemlichkeit bis tiefin den Vormittag hinein dem Schlafe überließ, in der Nacht vom

22. auf den 23. Juni durch einen in aller Stille ausgeführtenNachtmarsch über Nave gegen Brescia entzogen. Am Abend des

23. Juni lagerte er zwischen Torbole und Brescia. Der Großprior,welcher erst am Morgen des 23ten hievon Kunde erhielt, und beiall seinem Leichtsinne wohl einsah, was aus dem Spiele stand,wenn es Engen gelang, sich dem Herzog von Savoyen zunähern, brach in aller Eile aus seinem Lager auf, uns zog in an-gestrengten Märschen über Montechiaro und Manerbio nach derMclla, in der Hoffnung, der spanische General Toralba, dener in der Umgegend von Urago am Dgffy"zur Vertheidigung diesenFlusses aufgestellt hatte, werde bis zu seiner Ankunft im Standeseyn, den Prinzen Eugen vom Ucbcrgange über den Oglio abzu-halten.

Dieser, um sein Vorhaben besser zu maskiren, und den Groß-prior auf seinem Marsche für seine rechte Flanke besorgt zu machen,

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