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Erster Band.
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sendete den General Serini mit 8000 Mann ab, um die Fran-zosen bei ihrem Uebergang über die Mella anzugreifen; als jedochSerini den Großprior in einer vortheilhaften Stellung fand, gaber den Angriff auf und zog sich wieder auf sein Gros zurück. OhneAufenthalt setzte Eugen seinen Marsch in zwei Eolonncn überLograto nach Urago fort, wo er am 27. Juni mit dem Vorsprungcines halben Marsches anlangte. General Visconti hielt denUebergang bei Monticelli besetzt.

General Toralba, welchem die Vertheidigung des Übergan-ges bei Urago mit 7 Bataillonen und 7 Schwadronen (4000 Mann)anvertraut war, traf einige Anstalten zur Gegenwehr; allein eineBatterie von 30 Geschützen, welche Eugen auf den Höhen deslinken Ufers auffahren ließ, brachte den spanischen General derge-stalt ausser Fassung, daß er in größter Eile sich nach Palazuolozurückzog. Auf drei gleichzeitig geschlagenen Brücken setzte sofortdie kaiserliche Infanterie über den Oglio, nachdem die Reiterei durchdie Furth bei Ealcio gegangen war *), und sich auf dem jenseitigenUfer zur Verfolgung Toralba's sogleich rechts gewendet hatte.Derselbe ward unweit Bergamo von der kaiserlichen Reiterei und2000 preußischen Grenadieren unter dem General Visconti unddem Prinzen Joseph von Lothringen am 1. Juli eingeholtund nach einem kurzen Gefechte gefangen. Nur die RegimenterMendoza und Louvignics entkamen über die Berge.

Am 2. Juli bemächtigte sich Eugen der schwachbesetzten Uebcr-gänge Pontoglsto und Palazuolo, wo ihm nicht unbeträchtliche Ma-gazine in die ^Hände fielen.

Der Großprior überschritt am 28. Juni den Oglio bei Poute-vigo und lagcr te au demselben Tage bei Castel Visconti, am 3tenJuli nahm er Stellung bei Umbriano zwischen Ercma und Lodi, inder Absicht, sict) den Kaiserlichen, falls sie weiter gegen die Addavorrücken würden, geradezu entgegen zu werfen.

Jetzt firßte Eugen den Entschluß, den Großprior um seinenrechten Fl'ägel herum zu umgehen und einen Versuch zur Uebcr-schreitung l)er Adda unterhalb der Mündung des Serio zu machen.

) Bei l uesem Uebergange ertrank General Serini, nachdem er, vomSchw indel ergriffen, vom Pferde gefallen war.