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Erster Band.
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war, reiste er nach dem Haag, wo seine persönliche Anwesenheitdie Schwierigkeiten eines weitläufigen Notenwechsels überwand.Mit Hülfe seines Freundes, des Großpensionärs Heinsius, gelanges ihm auch hier, ausgedehnte Vollmachten und die Uebernahmeeines Drittels der vorgeschlagenen Anleihe von Seiten der General-staaren zu erhalten.

Am 26. Oktober 1705 übergab er sofort den Oberbefehl desin den Niederlanden stehenden Heeres dem holländischen Feldmar-schall Ouverkock, und reiste über Düsseldorf und Regensburgnach Wien ab. In Frankfurt kam er mit dem Prinzen Ludwigvon Baden zusammen. Die Unterhaltung Beider war höflich aberkalt. Marlborough traute einem Fürsten nicht mehr, der imverflossenen Feldzuge keine seiner Verheißungen erfüllt, und seineMitwirkung immer "auf die kommende Woche" verschobenhatte.

Zu Wien angelangt, fand Marlborough ein Schreiben desPrinzen Eugen, das seiner Wichtigkeit wegen angeführt zu wer-den verdient. "Was immer beschlossen wird", heißt es in dem-selben, "muß geheim bleiben, und es ist nothwendig, jetzt schon"über die Vorcinleitnngcn, alö: die Stärke der betreffenden Heere;--die Zeit, wo die Operationen beginnen sollen; die Straßenzügc"für die Verstärkungen und Nachschübe, die Anlegung der Maga-zine und Spitäler rc. sich bestimmt einzuverstchcn. Vor Allem»müßte festgesetzt werden, daß es Keinem erlaubt sey, nach seiner»eigenen Lust und Laune vorzugehen, sondern daß ein Jeder sich»genau an das halte, was nach der Combinirung des Ganzen»ihm vorgeschrieben wird, ob er nämlich angriffswcise vorschreiben,»oder blos auf Deckung und Schirmung sich beschränken müsse.»Diese Bemerkungen betreffen vorzüglich die Niederlande und das»deutsche Reich. Für hier haben Euer Durchlaucht schon mit dem»Könige von Preußen die beste Fürsorge getroffen. Was Sie noch»auf der Durchreise mit dem Churfürsten von der Pfalz verab-reden können, ist gewiß höchst zuträglich. Das erste Bedürfniß,»um den Krieg mit Kraft und Nachdruck zu führen, ist Geld. Zu»Wien werden Sie sich überzeugen, daß ein Staat, in dessen"Innern der Bürgerkrieg wüthet, und der an den Grenzen zahl-reiche Armeen unterhalten soll, die Geldmittel dazu nur mit