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Erster Band.
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wurde durch drei Forts vertheidigt, welche auf dem Kapuzinerhügeluud zwei andern benachbarten Höhen erbaut waren, und durchzusammenhangende Linien ein großes verschanztes Lager bildeten,das sich zu beiden Seiten an den Po anschloß. Ein aus zweibastionirten Fronten bestehendes Erdwcrk deckte die Po-Vorstadtund die rückwärtige Brücke. Die Citadelle, welche damals für eineder festesten von Europa galt, war ein ziemlich regelmäßiges Fünf-eck, von 170 Toiscn Außenseite; jede Front deckte ein Halbmondmit Rcduit und bedecktem Weg. Seit die Festung bedroht ward,hatte Victor Amadäus beträchtliche Verbesserungen angebracht.Rechts von der Citadelle hatte er ein Hornwerk anfwerfen lassen,zur Deckung dieses Winkels des Umfangs und zur Bestreichungdes Dorathals. Von diesem Werke ging eine von Redouten slankirteLinie aus, welche sich rechts an die Dora lehnte, und die Vorstadtdeckte. In der Front war diese Vorstadt gleichfalls fortificirt undzwei Brückenköpfe auf dem linken Ufer der Dora sicherten den Be-lagerten die Uebergänge über diesen Fluß.

Mit Hülfe der englischen und holländischen Subsidien hatte derHerzog von Savoyen hinreichend für Verproviantirung und einekräftige Vertheidigung gesorgt.

Um die Mitte Mai's lagerte das französische Heer zwischen derDora, der Stura und dem untern Po, den rechten Flügel anLucengo, den linken an den alten Park gelehnt. Auf solche Weisehatte der Herzog von Savoyen freien Ausgang aus dem Pe-Thore und dem Pallast-Thore. Es erhellt hieraus, wie mangel-haft die Einschließung der Festung von Lafeuilladc angeordnetwar, der überdieß gegen die Warnung Vauban's nnd aller ver-ständigen Ingenieure seiner Zeit, der Welt das vielleicht einzigeBeispiel geben wollte, die Belagerung eines Platzes mit dem An-griffe der Citadelle zu beginnen.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni wurden von den Fran-zosen die Laufgräben eröffnet. Am 16. Juni übergab der Herzogvon Savoyen dem kaiserlichen General Grafen Daun das Com-mando und begab sich zu seiner Reiterei nach Earmagnola.

Die Besatzung bestand aus sechs kaiserlichen Jnfanterie-Regi-