Band 
Erster Band.
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„zugleich an den Verbrechen derjenigen zweifeln, welche hie-„bei die Hand im Spiele hatten?"

Daß St. Simon den ganzen Ausgang dieses Feldzuges denFehlern der französischen Generale aufbürdet, und Eugen's Ope-rationen keinen Antheil an denselben zuschcidet, mag dem entrüste-ten Franzosen um so mehr hingehen, als er in der Hauptsache dieFehler seiner Landsleute offen enthüllt.

In den Niederlanden begünstigte das Glück die Waffen derVerbündeten nicht minder.

Um die Mitte Mai's lagerte Villeroi mit 70,000 Mann beiTirlemont, während Marlborougb bei Lovz sich mit den Hollän-dern vereinigte, wodurch sein Heer eine Stärke von 60,000 Mannerhielt. Villeroi hatte den bestimmten, durch vier Couriere wie-derholten Befehl des Königs, nicht früher eine Schlacht zu wagen,bis Marsin, der bereits vom Rhcine her unterwegs war, ihmeine Verstärkung von 18 Bataillonen und 40 Schwadronen zuge-führt haben würde. Villeroi, diesen Befehl nicht achtend, stelltesich am 23ten Mai dem gegen Namur im Anmärsche befindlichenHeere Marlb orough's bei Ramillies aus höchst ungeschickte Weiseentgegen, und ward von diesem mit einem Verluste von 15,000 Mannund 50 Geschützen geschlagen. Ludwig XIV". , dem nur dunkleGerüchte über diese Niederlage, aber keine offiziellen Berichte zu-kamen, sah sich genöthigt, den Kriegsminister Chamillart inPerson nach den Niederlanden abzusenden, der das geschlageneHeer bei Courtray antraf, nach fünf Tagen wieder nach Versailleszurückkehrte, und dem Könige ausführlichen Bericht abstattete. Vil-leroi erhielt den geheimen Befehl, seine Zurückberusung zu ver-langen und Vendöme ward zum Obergeneral des Heeres in Flan-dern ernannt.

Marlborough verfolgte seinen Sieg mit gewohnter Thätig-keit. Am 26. Mai ergaben sich Brüssel und Mechcln. Am 31tenMai kapitulirte Gent, und in den ersten Tagen des Juni Oude-nardc, Brügge, Frasne, Damme, und bald darauf Antwerpen.Nach zwölftägigcr Belagerung fiel Ostende am 6. Juli; CourtrayI. 31