Band 
Erster Band.
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"So sehr ich es gewünscht hätte, diesen Winter wenigstens»einige Wochen in Wien zuzubringen, so vereitelt mir der»Zusammenhang der italienischen Geschäfte und die nöthigen" Versügungen, die ich für die Eröffnung einer frühzeitigen»Campagne zu treffen habe, diesen Wunsch. Wäre auch" keine Ursache meiner dermaligen Gegenwart in Italien vor-"handen, als die bekannten wandelbaren Gesinnun-gen des Herzogs von Savoycn, der sich meiner Ent-fernung, wenn sie auch mir vier Wochen dauern sollte, ge-radezu widersetzt. Denn ich weiß es nicht, wie der Zufall»ihm die Nachricht zubrachte, daß der Kaiser mit mir eine»Veränderung in Hinfiel,t des Commando's wegen des Able-bens des Prinzen von Baden vorhabe: daraus erklärte er»mir, daß, wenn dieses geschehe, er nicht dafür stehe, mit»Frankreich, für den Fall, daß Italien die Neutralität garan-»tirt würde, Frieden zu schließen.»

Hinsichtlich der Operationen für den Feldzug 1707 in Italienwaren die verbündeten Mächte im Anfange nichts weniger als einig.

Dem Wiener Cabinctc lag Alles daran, mit einem kaiserlichenTruppen-Eorps in Unter-Italien einzudringen, und sich Ncapel'szu bemächtigen, woselbst der schlaue Cardinal Grimaldi von Romaus eine Verschwörung zu Gunsten Carls III. von Spauien an-gesponnen hatte, deren Ausbrnch nur auf die Annäherung der nötbi-gen Streitkrästc verschoben wurde.

Dem Herzoge von Savoycn und den Seemächten erschienfür die Gemeinsache nichts bortheilhafter und für Frankreich nieder-beugender, als mit dem siegreichen Heere unversehens in die Pro-vence einznfallcn, vor der im Verfalle befindlichen Festung Toulonzu erscheinen, dieselbe von der siand- und Leeseite zugleich einzu-schließen , und dadurch die französische Seemacht im mittelländischenMeere mit Toulon's gewaltigen Vorräthcn und Werkstätten zuvernichten.

Marlborough arbeitete diesen Entwurf im Großen aus undbemühte sich, die nöthigen Mittel vorzubereiten. Von den Reichs-fürsten erhielt er die Bewilligung, ihre Contigente noch ein wei-teres Jahr in Italien zu unterhalten, und die Holländer überredeteer nicht nur zu beträchtlichen Geldvorschüsscn, sonder» auch bei