Band 
Erster Band.
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Mehrere Zeitgenossen *) geben Aufschluß über diesen plötzlichenAbsprung von Kühnheit zur Bedäcktlichkcit. Der Herzog von Sa-voyeu verlangte nämlich von dem Admiral Shovel, den er zuder Rekognoszirung eingeladen hatte, die Ausbezahlung der mitge-fühlten Subsidien zur Deckung seiner Bedürfnisse. Der Admiralschlug es ab, weil nach seiner Weisung die Auszahlung erst nachvollbrachtem Werke geschehen sollte. Victor Amadäus, welcherbehauptete, das Ausbcdungene sey eigentlich schon vollzogen, gab,unwillig über die hartnäckige Weigerung des Briten Befehl, nichtanzugreifen, sondern die Zelten aufzuschlagen und das schwere Ge-schütz auszuschiffen, indem er sich schmeichelte, diese Verzögerungwerde den Admiral nachgiebiger machen, ohne daß die beängstigteStadt deßhalb ihrem Schicksale entgehen könne. Dies war derwahre Grund der Verzögerung des Angriffs auf die damals nochvon Truppen entblöste Stadt.

(Plan Nr. X. von Tvulon.)

Tonton liegt au einer Bucht des mittelländischen Meeres undist großentheils von einer Gebirgskette umgeben, die sich von Ostengegen Westen um die Stadt herumbicgt. Die Abhänge derselbensind mit Weinreben, Oliven, Feigenbäumen :c. bedeckt. Zwei Thoreführen aus derselben; das von St. Lazare auf der östlichen, dasneue oder Marseiller-Thor auf der westlichen Seite. In einemHalbkreise, dessen beide Enden sich an das Meer schloffen, war die-selbe zu jener Zeit mit 8 Bastionen umgeben, vor denen mehrereHalbmonde lagen. Diese Werke befanden sich zwar im Zustandedes Verfalles, aber die natürliche Lage des Platzes bot den Ver-theidigern große Vortheile dar. Toulon war nämlich für die Ver-bündeten nur von der Ostseite angreifbar. Diese Front lehnte sichrechts an das Meer; links oder gegen Norden an die hohen undsteilen Berge von St. Catherine und St. Anne, welche sich, immerungangbarer werdend, bis zu dem höchsten Punkte, dem Mont dcFaron, erheben. Von der offenen See, auf welcher die englischeFlotte vor Anker lag, war die Stadt durch die große und kleine

«) Der französische General Onincy, V. Band, Seile 38i :e undSt. Simon im 6. Bande seiner Memoiren Seite <8 >c.