Vorwort.
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genen, erprobten Männern umgeben, die den Beruf in sich tragen, diesen Zeit-strömungen zu folgen. Wir wollen uns auch das sittliche Verdienst nichtentgehen lassen, mit unter den Ersten zu fein, die dem deutschen Volke dieErrungenschaften der Gegenwart im Geiste und in dem freien Stile der Zeitvor das Auge stellen.
Der Geist aber, der die Zeit bewegt und unter dessen Leitung wir an dieAusführung unsers Unternehmens gehen, ist kein anderer als jener freie Geist,der sich im individuellen Leben als die sittliche Selbstbestimmung, im Verhält-nisse zu andern als der Humanismus, als die absolute Anerkennung der Men-schenwürde, des Menschenrechts ausweist. Dieser humane Geist ist es, der dasRecht der Lehrfreiheit, der Preßfreiheit, der Glaubens- und Cultusfreiheit inAnspruch nimmt; der im socialen Leben Jedem den Genuß der allgemeinen Le-bensgüter zuerkennt; der in der Politik der Völker die Nationalitäten geachtetwissen will; der im Staatslcben die Befreiung vom Polizeidruck, von dem Ge-burtsprivilegium und der autokratischen Willkür fodert und die Theilnabme anAusübung der Staatsgewalt als den höchsten Act der sittlichen Lebensäuße-rung betrachtet. Mit diesem humanen Geiste werden wir gewiß auch inmittender Wirren und Stürme des Tages die Besonnenheit und jene vernünftigeRuhe bewahren, die zu tieferer Beurtheilung der Parteien und Persönlichkeitenerfoderlich ist, und deren Mangel unsere Aufgabe verrücken und die universelleTendenz des Werkes gefährden würde.
Möge das Unternehmen, das unter umfassenden Vorbereitungen und mitErnst und Liebe begonnen wird, die Theilnahme des Publicums, und hiermitRaum für eine edle Wirksamkeit gewinnen!
Leipzig, 15. Mai 1848.
Die Herausgeber.