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Erster Band.
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Die preußischen Ostprovinzen und ihre Weltstellung.

>er Z9 Schiffe mit 7189 Lasten, 1846 gar nur 20 Schiffe mit 3243 Lasten. Vonch, L>en 24 Schiffen mit 4626 Lasten, welche den ganzen Handel mit Brasilien ver-

mt mittelten, waren nur zwei preußische, die daher mit 413 Lasten kamen, während sich

m, gar keine Ladung dahin für preußische Schiffe unmittelbar darbot. Es waren schwe-bn ' dische, englische, hansische und dänische Schiffe, welche in indirecter Fahrt den Der-en. kehr mit Amerika vermittelten.

>en Man behauptet, daß, da sich jetzt so gut wie keine Hinfrachten aus unsern

hr- Ostsceländern nach den transatlantischen Ländern darbieten, sich gar kein regelmäßiger

die Schiffahrtsverkehr dahin und zurück bilden könne, und daß dieser Handelszweig fol-ge- chen Nationen anheimfallen müsse, welche mehr Gelegenheit für transatlantische Fahr-

:ne ten haben und sonst dazu gelegen sind. Dies ist wol aber ein gefährlicher Irrthum,

25 der traurige Zustände der Gegenwart gleichsam als unwandelbar annimmt. Die

:7. Ostsee fodert ohne Zweifel viel mehr zu directer Verbindung mit Amerika auf als

ach das Mittelländische Meer, und gewiß darf Stettin den Gedanken an eine solche Der-en. bindung gerade jetzt nicht aufgeben, wo Trieft daraus ausgeht, seine Verbindungen

am nach Ost- und Westindien, nach Brasilien und nach China auszudehnen. Wenn

ffe- Stettin der Hafen sein will für die brandenburgischen und schlesischen Zndustriebe-

>en zirke, dann muß es auch Vorsorge treffen, den Gewerbszweigen dieser Gebiete die

m- fremden Märkte zu erschließen; dann muß es auch die Colonialwaaren und alle

transatlantischen Producte direct gegen deutsche Fabrikate einzutauschen suchen, ebenso)en wie Hamburg und Bremen solches für ihre Kreise vermitteln. Und wie bald kann

ten sich für die preußischen Ostseehäfen auch der Markt für den Absatz von Colonial-

pt- Waaren wieder erweitern, können die Grenzen Polens sich wieder aufthun, kann ih-

m- rem Unternehmungsgeiste der weiteste Spielraum sich erschließen! Wollen die Ost-

lla- seehäfen auch dann noch die fremden Producte nur aus europäischen Häfen holen?

;en Wollen sie sich nicht lieber vorbereiten, der heranbrechenden größer« Tage sich ge°

eu- wachsen zu zeigen, als zaghaft auf eine Weltrolle im Handel und in der Schiffahrt

iffe Verzicht leisten? Und endlich, haben die Ostseeländer für immer resignirt, noch ein-

mit mal eine starke lebenskräftige Industrie zu besitzen, ohne welche selbst ihr Landbau

an- nicht jene Blüte erreichen wird, deren er fähig ist? Die Besorgniß in Rücksicht

fei, des Exports beruht auf der jetzigen nationalökonomischen Lage der Ostseeprovinzen,

86 welche im Ganzen vorerst wesentlich noch Feld- und Waldbauländer sind. Die Ge-sas werbe der Stoffveredelung sind in sämmtlichen Ostseeländern noch von geringer Be-

!45 deutung: einige Ölmühlen, Eisengießereien für Anker, Leinweberei in Ermeland, meist

ldet grobes Garn und zum nächsten Bedarfe; ferner Rübcnzuckerstederei und Brennereien,

mit welche mit der Ausfuhr von Spiritus in Zunahme begriffen sind, trotz des steigen-

rur den Mitbewerbs des aus Rohrzucker, Reis und Weintrauben gewonnenen. Des-

der gleichen nimmt die Ausfuhr von Wolle landwärts zu. Die in Tilsit und Memel

iur errichteten Oldampfmühlen erfodern den größern Theil von Leinsaat, der stromabwärts

ach und aus Polen zu Markte gebracht wird. In den Seestädten herrscht keine Neigung

je). zu Fabrikarbeiten, und bei der schwachen ackerbauenden Bevölkerung dürfte noch ge-

ren räume Zeit verstreichen, ehe der Fleiß im Großen auf andere Nährzweige sich richtet,

lick- Allein es ist thöricht, den Versuch zur Begründung von Manufacturen in Preußen

ten, künstlich und unnatürlich zu finden, während Rußland bei weit dünnerer Bevölkerung

äffe und geringern Capitalen die größten Anstrengungen dazu macht. Es hieße leugnen,

!40 daß die Ostprovinzen noch große nationalökonomische Fortschritte für ihren Wohlstandmit zu machen haben. Allerdings müssen diese Fortschritte möglichst ohne Sprünge, sie

mit müssen auf fester Basis, und ohne die dafür unerläßlichen Grundbedingungen zu

end stören, geschehen. Zu diesen Grundbedingungen, wie schon erwähnt, gehören: ge-

mit meinförderliche Einrichtungen, Kanäle, Straßen, Eisenbahnen, vcrfügliches Capital,

nm Credit, an welchen Dingen die Ostprovinzen ärmer sind als irgend ein anderes deut-sche sches Land. Ein großer Theil des Bodens ermangelt sogar noch gänzlich der Ur-ins- barmachung; gebildete Arbeitskräfte, fremde Capitale und geschickte Einwanderer thun

nur Hrmgend noth.