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Fünfter Band.
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167
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Der pfälzisch-badische Krieg vom Jahre 1849. 167

Cavaleric (Ulanen), welche von Muggcnsturm gegen die Ausfallenden herangerückttvar, wurde durch Kartätschcnscucr mitgenommen. Das Dorf Niedcrbühl ging inFlammen auf.

Den Tag nach diesem Ausfalle begannen die Preußen vom Eisenbahndammeaus ihr Feuer aus einem Theile der nun aufgestellten Belagerungsgeschütze. In derFestung hatte man, da man über die Ereignisse seit dem 30. Juni ohne alle Nach-richt war, noch immer nicht die Hoffnung aufgegeben, daß Micrvstawski zum Entsatzheranrücken werde. In dieser Täuschung wurden die Belagerten noch dadurch be-stärkt, daß sie am 18. Juli in der Richtung von Offenburg her ein anhaltendes^anonenfcuer vernahmen. Sie hatten nicht vermuthet, daß dieses aus Frankreich,wo auf dem Polygon von Slrasbnrg Schießübungen stattfanden, zu ihnen herüber-bringe. Böller Hoffnung machten sie daher am Abend desselben Tags einen starkenAusfall nach dem Niederwaldc zu, schlugen sich tapfer, und eroberten 52 Gewehre.Hiermit aber war auch die Kriegsthätigkcit der Besatzung geschlossen.

Die Preußen boten den Belagerten an, zwei Offiziere ins Oberland zu senden,um sich über den Stand der Dinge zu unterrichten. Es wurden dazu Corvin undLangen bestimmt; dieselben reisten auch ab. Langen stellte sich gleich nach der Rück-kehr als Gefangener, und Eorvin brachte am 22. Juli die Nachricht in die Festung,daß das ganze badische Land von den Aufständischen geräumt und von dem Gegnerbeseht sei. Man hielt im großen Saale des rastadter Schlosses einen Kriegsrath,in welchem die Übergabe beschlossen wurde. Ticdcmann, der nie an Übergabe dachte,gab nur nach, weil die Gesammtheit sich dafür erklärte. Auch soll Eorvin auf einenedelmüthigen Feind und auf die Aussicht auf Gnade hingewiesen haben. Am 25. JuliNachmittags 2 Uhr erfolgte hierauf die Übergabe. Etwa 4500 Mann streckten amNiederbühlcr- und Ettlingerthore die Waffen, und wanderten in die Kasematten zurück.Die Preußen zogen ein und mit ihnen das Standrecht. Biedenfeld, Tiedcmann,Böning, Heilig, Jacsbi, Elscnhans, Bauer, Krämer, Mniewfki, Jansen, Bcrnigau,Lenzigcr, Schradcr,und Andere gingen mit demselben Muthe in den Tod, mit demsie für ihre Sache gckämpst hatten.

Wollte man zum Schluß eine genaue Zahlenangabe der in den kleinern undgroßen, Gefechten auf beiden Seiten Verwundeten, Gebliebenen, Vermißten und Ge-fangenen verlangen, so würde man zu viel fodern. Die Preußen und die Neichs-truppen geben officicll ihre Verluste folgendermaßen an:

Hirschseld verlor in der Zeit vom 14. bis inclusive 30. Juni:

An Todten. 8 Offiziere, 71 Unteroffiziere und Gemeine, zusammen 79.

An schwer Verwundeten 5 „ 98 „ „ », „ 103.

An leicht Verwundeten 15 „ 264 „ „ „ „ 279.

An Wunden gestorben 1 „ 2 „ „ „ „ 2.

Vermißte.— „ 46 _^^^^_ 46.

Summa 510.

Das Corps Groben verlor vom 21. Juni bis nach dem 12. Juli:

17 Unteroffiziere und Gemeine, zusammen

,,

An Todten.— Offiziere,

An schwer Verwundeten 2An leicht Verwundeten 2An Wunden gestorben —

Vermißte.— „

Das Corps Peucker verlor:

54

86

2

7

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„

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,,

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17.

56.

88 .

2 .

7.

Summa 170.

Todte ... 37Verwundete 282

Summa 319.