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Fünfter Band.
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300 Schleswig-Holstein seit seiner Erhebung im Jahre 1848.

und innerlich deutlich zusammenhängendes Tanze ergeben. Wir glauben nun stwdas Folgende diese Gesichtspunkte als bekannt voraussetzen zu dürfen; wir werdenuns an die Thatsachen halten, und nur, wo es nothwendig wird, auf die allgemei-nen Sätze zurückverweisen.

Der Aprilmonat 1848: Erstes Auftreten der schleswig-holsteinischen Frage als eineeuropäische Angelegenheit.

Die großen und mächtigen Interessen, welche in der schleswig - holsteinisch^Frage sich entgegenstehen, und welche sofort mit ihrem Auftreten sich gegenseitig be-stimmend kreuzen und bekämpfen, machen die Darstellung jetzt schwierig, wie sie da-mals das Verständniß Dessen, was eigentlich vorsichging, Vielen gänzlich nahmen,Andere verwirrten. Es wird nothwendig sein, die beiden Hauptgebiete, in denen je^Geschichte verläuft, zu scheiden; sie bilden fast zwei Geschichten nebeneinander.eine Gebiet ist das der europäischen Diplomatie, das andere das des materiellenKampfes auf der Cimbrischen Halbinsel. ^

Kaum war die provisorische Regierung in Rendsburg eingezogen und jede Ho!>nung auf eine friedliche Verständigung mit Dänemark verschwunden, als jene, ^Gefühle ihrer Schwäche und unfähig zu jeder großartigen selbständigen Maßregel/sofort sich auf allen Seiten nach fremder Hülfe umsah. Am natürlichsten war ^dabei, sich sogleich an Preußen und an die neue Gewalt zu wenden, welche aus de^alten Bundestage hervorgehen zu wollen schien. Man sandte daher alsbald naivBerlin und Frankfurt. An den Bundestag namentlich schickte man, nachdem m^zuvor, in einem Schreiben vom 26. März, die Erhebung der Herzogthümer und ^Einsetzung der provisorischen Regierung angezeigt, den Justizrath Schleiden mit eintEingabe der Provisorischen Regierung, die neben der historischen Erklärung der ^schichte des AufstandeS das dringende Gesuch enthielt, mit Aufbieten der Bundesmacht den bedrängten Herzogthümern zu Hülfe zu kommen, dann aber auch die Bittt/das Herzogthum Schleswig in den Deutschen Bund aufnehmen zu wollen. Dies^Aktenstück war von Dropsen abgefaßt und vom 28. März datirt. Man bedach^offenbar nicht, was man that, indem man durch die Aufnahme Schleswigs in ^Deutschen Bund nicht blos den Verträgen von 1815 den ersten Stoß gab, sonde^auch dem jungen Deutschland ein hochwichtiges Gebiet zulegte. Doch bliebenjener Zeit auch größere Staatsmänner von Unvorsicht nicht frei, und dieser Sch^'schien wenigstens das Natürlichste und Erfolgreichste, was man thun konnte. , .

Nachdem Schleiden seine Botschaft ausgerichtet, ward sofort der engere Bundesr^berufen, und schon am 2. Apr. Sitzung gehalten. In dieser Sitzung zeigtennover, Mecklenburg, Hamburg an, daß sie von der provisorischen Regierung zur ^stung der Bundeshülfe aufgesodert seien, aber erst einen Bundesbeschluß erwa^wollten. Hannover namentlich foderte ein energisches Auftreten gegen Dänemark.dänische Bundestagsgesandte, Pechlin, erklärte dagegen: „daß es Dänemark, nEder äußerst aufgeregten und in der Hauptstadt unwiderstehlich manifestirten däniE,Nationalgesinnung, völlig unmöglich gewesen, die Erhaltung des alten Bundesschen Schleswig und Holstein zu bewirken, da es alsdann auch für Schleswig hdem Deutschen Bunde beitreten müssen." Übrigens sei durchaus kein GrundHanden, das 10. Armeecorps oder die preußischen Truppen aufzubieten, da D- -Mark in keiner Weise beabsichtige, einen Angriff aus das Territorium des Dunzu machen. Dänemark verwahre sich daher auf das entschiedenste gegen jede ^zwischenkunft Preußens, und beantrage dagegen „bei der hohen Bundesversanimn ^nicht allein die Verhinderung deö Fortgangs dieser Dazwischenkunft, sondern /die des Anzugs von Freischaren nach den Herzogthümern". Nach diesengen blieb im Grunde kein Zweifel über die wahre Meinung Dänemarks. §sharrte ganz entschieden auf seinen Absichten gegen die Herzogthümer, und wen ^auch eine Vermittelung wünschte, so wollte es sie doch offenbar in Beziehung ^Schleswig nicht zulassen. DaS Präsidium schlug daraus vor, einen '