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Fünfter Band.
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Schleswig Holstein seit seiner Erhebung im Jahre 1848. 305

lhreß eigenen Antrags von Seiten des Deutschen Bundes anerkannt werden*^oge; 2) daß von hoher Bundesversammlung das Nöthige sofort veranlaßt werde,urir die Ausnahme des Herzogthums Schleswig in den Deutschen Bund alsbald zubewerkstelligen. In Folge dieses inhaltschweren Antrags nahm darauf die Bundes-versammlung, einerseits dem Dränge der öffentlichen Meinung gegenüber haltlos, an-drerseits von Preußen gedrängt, den wichtigen, insbesondere auch von Dahlmann un-terstützten Beschluß vorn 12. Apr. an. Dieser Beschluß lautet: „Aus den Antrag^es Ausschusses für die schleswig-holsteinischen Angelegenheiten erklärt die Bundes-versammlung in Verfolg ihres Beschlusses vom 4. Apr. dieses Jahres, die schleswig-^lsteinischen Angelegenheiten betreffend: 1) daß, falls königlich dä'nischerseits dieAnstellung der Feindseligkeiten und die Räumung des Herzogthums Schleswig voneu eingerückten dänischen Truppen nicht erfolgt sein sollte, dies zu erzwingen sei,das durch den Bund zu schützende Recht Holsteins auf die Union mit Schles-zu wahren; 2) da nach ihrer Überzeugung die sicherste Verbürgung jener Union^urch Eintritt Schleswigs in den Deutschen Bund erlangt werden würde, diepreußische Regierung zu ersuchen, bei Gelegenheit des Vermittlungsgeschäfts aus^esen Eintritt hinzuwirken; 5) daß sie die provisorische Regierung von Schleswig-holstein, welche sich mit Vorbehalt der Rechte ihres Herzogs und Namens desselbennothgedrungenen Vertheidigung der Landesrechte constituirt hat, als solche und" diesem Maße anerkenne, und daher von der vermittelnden königlich preußischenegierung erwarte, daß sie die Mitglieder dieser provisorischen Regierung und ihre"Hanger gegen die dänischen Behörden in Schutz nehme."h . Dies war ein sehr wichtiger Schritt. Zuerst allerdings gewann Preußen da-"ollkommen freie Hand in seinen Angriffen auf Dänemark, und die deutschenpuppen ordneten sich ihm, sowie die ganze deutsche Diplomatie, vollständig unter,llem zugleich ward es Dänemark durch diesen Beschluß möglich, den Angriff derreußen und die Theilnahme Deutschlands an der schleswig-holsteinischen Sache inUropa darzustellen als einen Versuch der jungen deutschen Macht, ihre Existenz^>ort mit Eroberungen zu beginnen. Die Schwierigkeit der Lage, in welcher Preu-verdichtete sich damit gleichsam. Dänemark fühlte und wußte,die übrigen Großmächte auf keinen Fall eine Vergrößerung Preußens leiden,iem Eroberungskriege Deutschlands sich mit aller Gewalt entgegenstellen würden.f zu ernstlichem Widerstände unfähig, erwartete Dänemark doch Preußen jetztUiat-" in Schleswig, bereit bei jedem Angriffe der Deutschen die ganze Diplo-

öuhülfezurufen, und fest überzeugt, daß Preußen unter diesen Umständen nie-Din ^ Äußerste wagen werde. Preußen dagegen, ungewiß über die Zukunft dergen Deutschland, wollte weder die deutschen Sympathien durch Nachgeben ge-üUn Dänen verlieren, noch auch durch entscheidendes Handeln sich halb Europaej * Feinde machen. Es wußte zu gut, daß es diesen Stoß nur um den Preisvollständigen Umwälzung der deutschen Verhältnisse werde aushalten können.Schiefer Ungewißheit hielt es sich noch einige Tage vom ernstlichen Vorrücken in"ero s^vig zurück. Der Major von Wildenbruch war nach der Beendigung seinerbin/ Unterhandlungen von Sonderburg, wo der König von Dänemark rest-Bers das preußische Lager zurückgekehrt und wartete auf Jnstructionen. Inj>arria? konnte man zu keinem Entschlüsse kommen; der russische Einfluß lähmte schons l.eden Willensact. Wieder mußte der Anstoß von außen kommen.

Diplomatie sich immer tiefer in die schleswig-holsteinische Fragedeß v leitete, ohne einen Ausgang zu sehen, ging das damals noch frische Gefühldiesig Volks gerade auf das Ziel zu. Man wollte in Deutschland das Ende

Völker ^*!"öar so unbedeutenden Kriegs; man wollte zeigen, daß Deutschland die^iea sich in seine Arme werfen, zu schützen wisse; man wollte Ruhm und

strack, jungen deutschen Farben. Die mittlern deutschen Mächte namentlichD,. eten den Krieg als eine Ableitung für die gewaltige Bewegung des Volks;" Gegenwart. V. 20