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Fünfter Band.
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370 Schleswig-Holstein seit seiner Erhebung im Jahre 1848.

schlüsse, wonach der Statthalterschaft 4/r Millionen zur Verfügung gestellt, die Der^Mehrung der Wehrkraft zugestanden, und die nachträgliche Zustimmung der LandesVersammlung versprochen wurde zu allen Maßregeln, welche die Regierung treffenwürde. Nachdem DaS aber geschehen, war die Landesversammlung erschöpft.vertagte sich am 25. Juli mit dem Beschlusse, zum 8. Aug. wieder in Schles^vzusammentreten zu wollen. Die Statthalterschaft jedoch, statt eine wirklich energWMaßregel zu ergreifen, sandte den kieler Bürgermeister Dr. Balemann nach BernN,um Näheres zu erfahren. Da erfuhr sie denn, daß noch einige geheime Artikel dewVertrage angehängt seien, namentlich ein Artikel, in welchem Preußen versprach, fAdie Herzogthümer der Ausführung Widerstand entgegensetzen würden, sofort seineziere abzuberufen, und jene dadurch wehrlos zu machen; ein anderer, nach welchesPreußen sich verpflichtete, eventuell den Waffenstillstand gegen die Herzogthümer ^den Waffen in der Hand durchzusehen; ein dritter, in welchem der Beitritt Holsteinund Lauenburgs zum Dreikonigsbündniß versprochen ward. Nun erntete die Stat'haltrrschaft endlich die Früchte ihrer Hingebung! Am 20. Juli begannen die denschen Truppen aus Jütland abzumarschiren. General Prittwitz, der keinengesehen, nahm Abschied mit einem Tagesbefehl an das schleswig-holsteinische Hes/in welchem er über das „Gefecht" von Fridericia sagte: „Das Gefecht scheint re^an Beispielen der tapfersten Hingebung und Verachtung der Gefahr gewesen zu st'"'Bei überraschend großer Überlegenheit des Feindes sind die stattgehabten bedeutend!

Verluste jedoch erklärlich" u. s. w. Die „Neue Preußische Zeitung" brach in

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schamloses Triumphgeschrei aus, das sie in ihrer Weise mit gemeinen Schimpfstern gegen die Schleswig-Holsteiner veredelte. Sie sprach von der „Unverschämt^!der Schleswig-Holsteiner, von ihrer „Großprahlerei, wogegen ihnen die Dänen 5^probates Antidotum mit dem Kolben auf den Kopf gegeben", und Ähnlichem.Herren Bonin, Zastrow und die übrigen preußischen Offiziere erklärten, sogleichder Armee austreten zu wollen, sowie der Krieg fortgesetzt werde. Die ganze 3^tion erhob ein Angstgeschrei vor dem Gespenst der Republik, die nothwendig mit "Vertheidigung der als legitim anerkannten schleswig-holsteinischen Rechte entsteh.müsse. Trotz des lauten Jammerrufs der armen Schleswiger, trotz des tiefen,gebändigten Unmuths der Freunde des Vaterlandes, trotz der eindringlichsten ^klarsten Vorstellungen der Vernünftigen, die entweder den völligen Untergangwig-Holsteins oder einen zweiten und hoffnunglosern Krieg in der AnnahmeBedingungen sahen und nachwiesen, verlor auch die Statthalterschaft über dieses ^tionaire Geschrei den Kopf und gab nach. Als am 8. Aug. die Landesversanirn^in Schleswig wieder zusammentrat, waren die schleSwig-holsteinischen Truppenüber die Eider zurückberufen. DaS Volk hatte sie auf ihrem ganzen Zuge mit^-glaublichem Jubel empfangen; man hatte sie in allen Städten und Flecken wieger begrüßt, beglückwünscht, bekränzt. ES waren dies Blumen auf dem Grabe ^vereinigten Schleswig-Holstein. Männer, die nicht leicht dem Dränge der G^hecwichen, hatten an diesem Tage Thränen im Auge. Die Landesversammlung ^beschloß nach einer heftigen, letzten, verzweifelten Debatte, in der Wehrlosigk^ seitLandes durch den AuStritt der preußischen Offiziere und der gänzlichen Hüff^M-durch den Untergang aller deutschen Gewalt, mit 54 gegen 44 Stimmen: „den^7 ^marsch der schleSwig-holsteinischen Truppen hinter die Eider gutzuheißen." DieHalterschaft ging nach Kiel; das Eeneralcommando folgte ihr. Die Preußen Z soin Südschleswig, die Schweden in NordschleSwig ein. Jetzt begann ein 3a^x-kläglichen, so traurigen Inhalts für Schleswig und Holstein, daß, wenn drezogthümer Etwas versehen oder verbrochen, sie es durch dieses Jahr hart 9gesühnt haben.

Wir brechen hier ab, weil die traurige Geschichte dieses Waffenstillstandes ..^10. Juli 1849 nur die Einleitung ist zu den Ereignissen, welche ein Jahr