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Fünfter Band.
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Staat und Stadt Frankfurt.

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überall für die constitutionell-riwnarchische Form, aber der brausende, schäumende Theilder Versammlungen mit heftigen Reden für jene aus.

Am Morgen des 51. März, dem Eröffnungstage des Vorparlaments, warenalle Gemüther in der höchsten Spannung. Die Erhaltung der Ordnung war der^ürgerwehr anvertraut, welche sich dieser Aufgabe ganz hingab. Sie hielt auch,^Nter dem Vortritte der mit ihren Schärpen bekleideten, aber unbewaffneten Ordner,Zugänge zu der Paulskirche besetzt. An den verschiedenen Eingängen der Kirchedielten zugleich junge Turner Wache, die sich in ihrer ebenfalls mit der Schärpe^schmückten eigenthümlichen Tracht gar freundlich ausnahmen. Die Vorsitzenden unddas Bureau der neuen Versammlung waren in vorbereitender Sitzung (im Kaiser--aale) ernannt worden, und um 10 Uhr zogen die Abgeordneten unter Glockenge-läute durch die Reihen der Ordner und der Bürgerwehr in die weite, tempelartige^aulskirche ein, deren Säulen ungefähr die Grenze zwischen ihren Sitzen und denen^ Publicums bildeten. Die Zuhörer harrten in den untern Räumen und auf derGalerie in engem Knäuel der Dinge, die da kommen sollten. Unten berührten sich^ast Abgeordnete und Publicum, von oben stürmte es in die Debatten hinein. Prä-sent Mittermaier, dessen Alter und allzu vermittelndes 'Wesen solchen furchtbarenstürmen nicht gewachsen war, verlor die Fassung noch früher als den Athem.Draußen wogte es stürmisch hin und her. Gegen Mittag zog eine sehr zahlreiche/^char von Bürgern aus Frankfurt und der Vorstadt Sachsenhausen mit einer FahneI ^her, auf der in großen Buchstaben zu lesen war: Deutsches Parlament! keine! ^kpublik! Junge Leute trugen hingegen eine Standarte mit der Umschrift: DieGermain Metternich, der sich bei diesem Trupp befand, wurde mit demFahnenträger, dem er, wie man sagt, seine Fahne entreißen wollte, handgemeinilik einen Schlag oder Hieb, worauf er, obgleich unbedeutend verletzt, dochederstürzte. Nun wälzte sich der Haufe unter dem Wuthgeschrei: Eermain Met-Uiich ist ermordet! der Paulskirche zu, wo Präsident Mittermaier der VersammlungMittheilung von Annäherung bewaffneter Haufen machte. So schlimm war esDessen nicht. Die Tumultuanten würden durch die Energie der Bürgerwehr und^ Zureden der Ordner, freilich nicht ohne Mühe, theils zerstreut, theils zum Rück-M bewogen. Abends wurde dem Präsidenten des Vorparlaments von der großen.ehrzahl der Bürgerschaft ein glänzender Fackelzug gebracht, wobei sich hie dagegenkürende Partei augenscheinlich als eine Minderzahl herausstellte,h. Am 2. Apr. versuchte die Struve-Hecker'sche Partei im Vorparlamente mit^Ht besserm Glücke durch ihren augenblicklichen Austritt einen Krawall hervorzu-^gen. Der Umstand, daß die Bessern und Klägern der Partei an diesem extremenK^"te ihrer gefährlichen Bundesgenossen sich nicht betheiligen mochten, trug viel zumKlagen bes Plans bei. Als die Vierzig, Struve und Hecker an ihrer Spitze,fen verließen, da trafen sie zwar auf den jubelnden Beifallsruf einiger Hau-tz^ ^ meisten jungen Turner zogen mit ihnen ab; aber die Ordner und vielede/Würger riefen ihnen laut und bedeutsam entgegen: Es lebe die Ordnung! In^dt wollte es mit dem Lärm auch nicht recht vorwärtsgehen, obgleich dieSah^tretene Minorität durch einen verbreiteten Protest, in welchem sie die Mehr-th^ der Männer des Vorparlaments Fürstenknechte nannte, alles Mögliche dafür- Abends strömte das Publicum in den Weidenbusch, den Schwanen und an-öffentliche Sprechsa'le verwandelte Gasthöfe, wo mehre Abgeordnete, zumder nicht ausgetretenen Minderheit, im Sinne der Ordnung und Gesetz-d-ch sprachen. Gleichzeitig gab auch der schon sehr zahm gewordene Bundestagandern Tag erfolgte, was die Franzosen dai8er l'mnouretts nennen. Die^°Hecker'sche Partei trat, angeblich von der Mehrzahl eingeladen, wieder ein,^heil a" den Wahlen zum Funfzigerausschuß, welche im Sinne der Ge-^ di/^^s"sbn. Von den Frankfurtern wurde nicht Dr. Neinganum, der sichdie n» ^rrnanenz ausgesprochen hatte, sondern Dr-. Mappes gewählt.

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