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Niederland und seine Colonien. "149
weitere Bestimmung, daß die Engländer mit ihrer Flagge und ihren Produkten inden holländischen Colonien für alle Zeit auf dem Fuße der am meisten begünstigtenNation müssen zugelassen werden. Mit der bekannten Voraussicht hat sich Englandsichergestellt. Alles was Holland etwa Deutschland in Ostindien zugestehen würde,käme von selbst auch England zugute, und zwar dann wegen der Natur der DingeUnd seiner dortigen Besitzungen in höherm Grade.
Gleichzeitig mit dem Abschluß jenes die Colonialverhältnisse im Allgemeinen regeln-den Vertrags ging König Wilhelm I. an die Gründung der Niederländischen Handels-Waatschappij (1824) — die folgenreichste Schöpfung dieses Fürsten. Er stattete dieseMerkwürdige Gesellschaft mit umfassenden Privilegien aus, sicherte ihrem Capital 5 °/oZinsen auf 20 Jahre aus seinem Privatvermögen, und machte sie zum mächtigen^entralhebel für die Ausbreitung des ostindischen Anbaus, der mutterlä'ndischen In-dustrie und Rhederei, für den Aufschwung des holländischen Colonialhandels, wiewol^ zugleich auch diesem Hebel moderner Cultur den alten Monopolgeist einhauchte,dennoch traten die mächtigen Wirkungen des grandiosen Unternehmens erst allmälighervor. Noch im Jahre 1828 schienen die Colonien für die Finanzen nur Lastposten,>?daß die damalige schwache Kammer sich das Recht der Vertretung und Beaufsich-tigung der Colonialinteressen aus der Hand winden ließ. Bis zu dem neuen Grund-netz von 1848 verwaltete die Regierung die Colonien fast ganz autokratisch, auch!^ch als sie sehr bedeutende Einkünfte lieferten und ein Budget von 80 Millionendulden darstellten. Der neue Aufschwung des Colonialhandels in den dreißiger Jah-traf gerade noch zur rechten Zeit ein: ohne diese neue Ader der Wohlfahrt, diesinkenden Lande geöffnet wurde, hätte Niederland schwerlich das Jahrzehnd von1830—40 ertragen. Viel vermochte dabei Graf van den Bosch als Generalgouver-^eur von Ostindien, derselbe Mann aus dem Volke, der auch die Wohlthätigkeits-^sellschaft und deren Armencolonien im Mutterlande gegründet hat. Er hauchte^esen Besitzungen ein neues Leben ein, und vor allem begründete er ein neues Cul-System auf Java, welches für den Handel schnell die günstigsten Ergebnisse lie-'E^te. Die Hauptausfuhren von Java und Madura betrugen nämlich:
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1848
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Ä t»°
Kaffee.
PiculS
277622
288742
466871
1,332375
1,006190
916877
1,037819
781170
Zucker.
PiculS
16389
108640
439457
1,024493
1,455433
1,402359
1,323890
1,428598
Reis.
PiculS
Zndigo.
Pfund
447017
500344
498933
716032
5813
36438
533753
2,123911
1,653869
1,751964
1,777716
1,419724
Cochenille.
Pfund
7817
82536
54788
96045
67869
Taback.
2107 Codier(4207 PiculS)1221 CodieS3218 „
5811 „
5784 „
(17476 PiculS)
dkhts^on den fruchtbaren Inseln des Ostindischen Archipel ist Java allein an 2400Eeviertmeilen groß, und von etwa acht Millionen Eingeborenen, außer Chi-Europäern, bewohnt. Diese javanesische Bevölkerung, die eine besondereki.x E bildet und zu dem kriegerischen Stamme der Malaien nicht gehört, hat sich^tzyoll^udische Regierung dienstbar zu machen, und dadurch dem Anbau tropischerin Java eine riesenhafte Ausdehnung zu geben verstanden. Allein die.oduction der Insel, die, mit Ausnahme von einigen Distrikten im Innernbett^Eriigen sogenannten freien Pflanzungen, gleich einer niederländischen DomaineHarret werden muß, ist ein Monopol der holländischen Regierung, ebenso auch derölich Mutterlandes mit ihr und der Verkauf der von dort bezogenen Pro-^deni hierb^ die Handelsgesellschaft den alleinigen Geschäftsführer des Gou-
Di-> abgibt. Hätte die Regierung nur einen Theil des großen Gewinns im
Gegenwart.
V.
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