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Fünfter Band.
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Niederland und seine Colonien.

letzten Jahrzehnt) auf Java selbst, namentlich aus die Anlage von Straßen nach demInnern verwenden wollen, so könnte diese Insel jetzt den größten Theil des Bedarfsvon ganz Europa an Zucker, Kaffee, Indigo u. s. w. erzeugen, und zwar wohlfeilerals irgend ein anderes Land, weil die javanesische Bevölkerung für ihre Arbeit außer-ordentlich geringen Lohn empfangt, sodaß sie sich nicht einmal die nothwendige Klei-düng verschaffen kann, deren sich doch selbst der Negersklave erfreut. Diese unnatür-liche Culturgestaltung bewirkt, daß jedes Gleichgewicht in den Ein- und Ausfuhrenvon Java fehlt; und darin liegt eine große Gefahr namentlich für die Wirthschaft^zustande der mitteleuropäischen Staaten. Die Javanesen, welche den Boden für dieRegierung bebauen, erhalten monatlich nur 3—4 Gulden in Kupfergeld (25 °/o nie-driger als Silber), und müssen sich dabei noch selbst beköstigen. So leben diese Ar-beiter in der höchsten Dürftigkeit, und erübrigen nie etwas, um sich europäischeWaaren anzukaufen.

Der Gesammtwerth der Ausfuhr von Java, sowie der davon nach Niederlandbestimmt gewesene Betrag, wird in den amtlichen Nachweisen mit Rücksicht auf dieveränderten, gesunkenen jährlichen Durchschnittspreise wie folgt (jedoch viel zu

im Ganzen

nach Niederland

1826

15,273502 Gulden

6,513525

1830

12,711078

?

1835

31,219573

//

?

1810

71,190163

//

56,901873

1815

65,895168

18,113920

1816

58,158985

39,603818

1817

59,115180

13,110188

1818

53,061076

37,711198

Die entsprechenden

sehr hoch geschätzten Werthe der Einfuhr in Java wart"

im Ganzen

davon aus Niederland

1826

11,232967

Gulden

6,530093

1830

15,632000

11,917000

1835

17,865800

11,059000

1810

28,873893

,/

15,225586

1815

27,091801

//

9,825702

1816

27,386519

11,073106

1817

23,679173

9,903681

8,387514

1848 20,691754*),,

Aus dieser Übersicht erhellt zunächst, in welch ganz enormem Verhältnissederland aus seinen ostindischen Besitzungen directen Gewinn bezieht. Für dieJahre 1845 — 48 betrug der Mehrwerth der Ausfuhr Javas 138 Millionen ^den, also einen Jahresüberschuß von circa 34'/r Millionen —eine Summe, die^,größten Theil in den bekannten großen Frühlings- und Herbstauctionen der negesellschaft realisirt wird, und dann den niederländischen Finanzen zufließt-Zweifel würde die Regierung einen noch höhern Gewinn erzielen können,ihr gehörigen Products in Java selbst in Auction ohne weitere Beschränkung oll ,,lich verkauft würden, wo dann die bedeutenden Unkosten und die hohewelche jetzt die Maatschappij beansprucht, nicht in Abzug kämen. Allein § §würden die holländischen Nheder auch nicht die hohen und sichern Frachten hei§und den beiden großen Marktplätzen des Mutterlandes entgingen eine Menge m

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*) Diese Angaben beziehen sich jedoch nicht ausschließlich auf die Einfuhr .

Zeugnisse, sondern es sind darin auch die zur Wiederausfuhr von Privaten impor ^ zv '

aus dem übrigen Ostindien, aus China, Japan u. s. w. inbegriffen, welche z.den ansehnlichen Betrag von 6,309050 Gulden ausweisen.