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Niederland und seine Colonien.
I. Hohe Regierung. 482200 Gulden.
H. Justizdepartement. 500262 „
IN. Höhere und niedere Kollegien. 282020 „
IV. Allgemeine Verwaltung und Polizei . . . 5,460010 „
V. Landbau, Cultus, Schule. 500706 .,
VI. Bürgerliches Baudepartement. 465785 „
VII. „Finanzen und Culturen" als:
3 ) Allgemeine Ausgaben.5,459812 „
d) Unkosten auf den Ankauf der Producte u. s. w. 54,877299 „
o) Verladungs - und Provisionskosten für die
nach Niederland versendeten Producte . . 902555 ,,
d) Zinsen und Ablösungen von Schulden . . 12,921617 „
VIII. Kriegsdepartement. 8,645854 „
IX. Marine. 1,642154 „
X. Pensionen und Wohlthätigkeit. 995172 „
XI. Ausgaben verschiedener Art. 2,555567 „
XII. Unvorhergesehene u. -außerordentliche Ausgaben 1,000000 „
XIII. Ausgaben von Sumatra . 2,640921 „
Zusammen 75,494285 Gulden.
In Betreff der übrigen überseeischen Besitzungen Hollands stellen sich die ^nanzen nicht so günstig wie für Ostindien. Es betrugen nämlich im Jahre 1845
in denwestindischenEilanden
Surinam ....Curacao u. s. w. . .
St.-Eustatius . .St.-Martin . . .auf der Küste von Guinea
Einkünfte:
die Ausgaben:
mithin AusfaÜ
Gulden.
Gulden.
Gulden.
872500
1,022500
150000
181643
377907
196264
11283
22744
11461
14716
23112
8397
700
74891
74191
ost'
Diese Besitzungen bedürfen mithin der Subsidien, welche bisher immer aus den ^indischen Geldmitteln geleistet wurden. Indessen beliefen sich die Ausgaben für Gttiwungewöhnlich hoch in Folge der dort vorgenommenen Goldwä'scherei, und weil §alle fünf Jahre Niederland betreffende Antheil an dem gemischten britisch - niederladischen Gerichtshöfe zur Abwehr des Sklavenhandels zu Sierra-Leone gerade einSfallen war. ,,
Wenn man nun erwägt, daß nicht blos die Finanzen, sondern' auch derdel, die Schiffahrt und die Industrie Niederlands sich bisher wesentlich auf die ^nopolisirung der Colonien stützten, so wird man hieraus abnehmen können, wie sch^es Holland fallen dürste, dieses Monopol zu Gunsten der Handelsfreiheit auszug^-Mit England verhalt eS sich ganz anders. Hier hält die ungeheure eigene Ge^e §thätigkeit dem ausgedehnten Handel und Kolonialbesitz das Gleichgewicht; ja sienoch darüber hinaus, sie wird gedrängt, sich alle Märkte zu öffnen. Die Volksn)*schaft Englands hat ihren Schwerpunkt im eigenen Lande, sie hat eine breite ^nale Basis und eine nach allen Richtungen großartige Entfaltung. Die Abscha^dder alten englischen Schiffahrtsacte wird gegenwärtig nicht blos der Industrie ^dem Handel zugutekommeu, sondern sie wird auch der britischen Schiffahrthöhern Aufschwung und eine neue Blüte verleihen. Die Handelsfreiheit derColonien, ihr allen Nationen geöffneter Verkehr muß einzig den Fortschritt der ^nien und zugleich des britischen ColonialhandelS beschleunigen. Nachdemostindische Baumwollindustrie durch Gewaltmaßregeln vernichtet, und seine herwie maritime Suprematie auf die eigene Entfaltung fest begründet hat, bedarf efrühern theils prohibitiven, theils brutalen Mittel nicht mehr, um sein Monopazuüben, sondern wesentlich nur noch des Freihandels. Holland steht nicht aus