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Siebenter Band.
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114 Die Wissenschaft der Nationalökonomie.

auf die Erzeugung der Rohstoffe, die Umformung und auf den Transport verwcn-dcle Arbeit ist productiv, und nur durch die Producte seiner Arbeit befriedigt einjedes Volk seine Bedürfnisse. Der Werth aller Güter wird bestimmt durch die aufsie verwendete Arbeit, welche deshalb den natürlichen Preis jedes Guts darstellt.Davon verschiede» ist der Marktpreis desselben, der von manchen zufälligen Ursachenabhängig ist, hauptsächlich jedoch von dem Verhältniß des Angebots und der Nach-frage, während der natürliche Preis den wirklichen Maßstab des Tauschwerths ab-gibt, da bei. jedem Waarentausche nur Arbcitsquantitäten vertauscht werden. Ansich ist der Preis das Verhältniß, welches zwischen zwei Tauschwerthcn besteht, dasausgedrückt wird in einem ausbcdungenen, den Tausch vermittelnden Werthe, demGelde. Seitdem das Grundcigenthum eingeführt ist und Capital gesammelt und zurVerstärkung der Resultate der menschlichen Arbeit angewendet ist, besteht der natür-liche Preis aller Waaren nicht mehr aus dem Arbeitslöhne allein, sondern aus dreiFactorcn: einem Antheil des Grundeigcnthümers, der dem Arbeiter den Rohstoff sie-fcrle, des Capitalien, welcher die Mittel zur Arbeit lieferte, und sodann des Ar-bciccrs selbst. Die Größe dieser drei: der Grundrente, des Capitalgewinns und desArbeitslohns, hängt von wechselnden Bedingungen ab; Smith stellt die Gesetze auf,durch die sie im Allgemeinen bestimmt wird. Der Arbeitslohn ist abhängig theilsvon dem Preise der nothwendigen Lcbensmittel, theils von dem Verhältnisse, in demArbeit (von den Arbeitern) angeboten, und (von den Capitalien) gesucht wird; voneben diesem Verhältniß hängt auch die Größe des Capitalgewinns ab. Die Großedes Capitalgewinns und des Arbeitslohns steht in umgekehrtem Verhältniß zueinan-der und zu der Stärke, in welcher Capital und Arbeit gegenseitig sich aufsuchen.Je reicher deshalb ein Volk an Capitalien aller Art wird, um so größer wird derVerdienst des Arbeiters, um so geringer der des Capitalien. Die Bodenrente end-lich, welche Smith im Sinne des I'eoüuil not der Physiokraten nimmt, wird durchden Preis und das Quantum des Bodenertrags bestimmt. Das gesammte jährlicheEinkommen des Volks vertheilt sich auf diese Weise wieder unter die drei produci-renden Classen: Arbeiter, Grundbesitzer und Kapitalisten, in dem Verhältniß, inwelchem sie bei der Gütercrzcugung mitgewirkt haben. Die Gesammtheit eines Volksist in der Vortheilhaftesten Lage, wenn der Arbeitslohn und die Landrcnte hoch, derZinsfuß aber niedrig ist. Der Zinsfuß fällt immer mehr, je größer der Vorrath dergesammelten Arbeitsprodukte, d. h. der Capitalien wird, den ein Volk theils durchBeschränkung seiner Bedürfnisse, insbesondere auch durch Beschränkung seiner unpro-duclivcn Bevölkerung, theils durch die Vermehrung und Vervollkommnung seinerArbeit zu erlangen suchen muß. Für Letztere ist das hauptsächlichste Mittel diedurchgeführte Arbeitstheilung, welche allerdings bereits das Vorhandensein von Ca-pitalien voraussetzt, und die, wenn auch einer sehr großen Ausdehnung fähig, dochin der Größe des Absatzmarkts ihre Grenze hat. Mit der berühmten Erörterungüber die Arbeilstheilung, deren großartige Erfolge Smith in dem Leben beobachtethatte und an den Resultaten einer kleinen Stecknadclfabrik nachweist, beginnt dasganze, nicht in methodischer Reihenfolge der Stoffe durchgeführte, an gehaltvollen,aber ablenkenden Episoden reiche Werk. Zu den Gründen, aus welchen die groß-artigen Erfolge der Theilung der Arbeit sich natürlich ergeben, gehört auch die durchdie Vereinfachung der Arbeit erleichterte Erfindung und Anwendung der Maschinen,wodurch ein einzelner Mensch in den Stand gesetzt wird, die Arbeit Vieler zuverrichten.

Fast jede Seite dieses Buchs eines Mannes, der das wirkliche Leben fortwäh-rend zum Gegenstand seines wissenschaftlichen Nachdenkens und zum Ausgangspunkticincr theoretische» Verallgemeinerung nahm, führt auf die praktischen Verhältnissedes Lebens zurück. Seine Auseinandersetzungen über das circulirendc Medium, überBankwesen und Creditanstalten, seine Beweisführung, daß Alle steuerpflichtig seienund der Staat das Einkommen, nicht den Erwerb besteuern müsse, waren nicht min-der praktische Discurse, wie die Federungen, welche er im Namen seiner Wissenschaft-