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Siebenter Band.
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117
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Die Wissenschaft der Nationalökonomie. 117

orterungen «ahm, um die immer sich wiederholenden Vorwürfe zu würdigen, die eSihm zur unverzeihlichen Sünde anrechnen, daß er hie heutzutage allerdings klar her-ausgetretencii verschiedenartige» Folge» der unbedingten freien Concurrenz, der fort-während gesteigerten Arbeitsteilung und Maschinenanwendung u. s. w. nicht in Er-wägung gezogen hat, die freilich für uns neue Probleme darstelle», für Adam Smithaber in seiner Zeit ein verschlossenes Buch der Zukunft waren. Auch er würde heut-zutage sein Auge nicht verschließen gegen Das, was ihm seine Gegner vorhalten : denZwiespalt der Interessen, den industriellen Feudalismus u. s. w. Wahrend wir ihmhiermit, gerade wegen der Eigenthümlichkeit seiner Art, die ökonomischen Wahrheitenzu untersuchen, und wegen der ihn umgebenden Zeirverhältnisse, einen Vorwnrs dar-über fernhalten möchten, daß er die für das Wohlsein der Einzelnen so wichtige Fragenach der Vercheilung der von der Gesellschaft erworbenen Güter, die sich später,nachdem die Folgen der arbeitstheiligen und in freier Concurrenz producirenden In-dustrie ausgebildeter vorlagen, so dringlich mahnend emporhob, den spätern, zur Lö-sung befähigter« Generationen überlassen hat: wird es nur zu erklären, nicht inSchuh zu nehme» sein, wie er sich so sehr in die wirthschastlichen Elemente undKräfte versenkte und in ihrer Erforschung abschloß, daß ihm darüber dir sittliche Be-stimmung des materiell producirenden Arbeiters, die ethische Aufgabe des Gemein-wesens und der Werth aller derjenigen Classen, welche nichts zur unmittelbaren ma-teriellcn Production beitragen, durchaus entgangen ist. Er untersucht nur die öko-nomische Fähigkeit und ProductionSkraft der Gesellschaft wie des Einzelnen; undwährend er es ganz unterläßt, die wirkhschafcliche Seite des Gemeinwesens auch nurin irgendwelche Beziehung zur sittlichen Aufgabe desselben zu setze», wird ein peinlichbeengendes Gefühl in dem Leser durch die eisige Ruhe hervorgerufen, mit welcher erin der meisterhaften Analyse der Arbeitstheilung die prodmirende Kraft des in demununterbrochen wiederholten Geschäfte, die Stecknadel zu spitzen u. s. w., geübtenArbeiters nachweist. Der Arbeiter ist da nur als eine ökonomische Kraft in Erwä-gung gezogen, gleichwie irgend ein Theilchcn an einer Maschine. Es muß auffallen,daß gerade Smith, welcher in der Frage über die Production nur das Ganze, dassummarische Endergebniß des erworbenen Reichthums, nicht dessen Vercheilung überdie einzelnen Individuen zum Hauptgegenstand seiner Untersuchungen nahm, gleich-wol den Gesammtzweck des Gemeinwesens außer Acht ließ, in akomistischer An-schauung die Gemeinschaft nur als eine Summe von Individuen ansah, und ihrenalleinigen Zweck in der Förderung der Zwecke der Individuen setzte. Der Grundsatzdes Selsgovernment auf dem politischen Gebiete zeigt hierin keine Analogie, und beider Übertragung desselben auf dar Gebiet der Güterpolitik bot sich auch außerdem keinVergleich zu dem trotz ihm vorhandenen positiven Gesetze und der für Jeden objectivabgegrenzten Nechtssphäre. Eine Annahme ersetzte diese Schranke: die, daß der Pri-vategoismus, wenn er in allem frei walte und wirke, von selbst in der besten Weisedas Gemeinwohl verwirkliche. Das Leben hat seitdem diese Ansicht nicht bewährt,vielmehr hat sie auch über das wirthschaftliche Feld hinaus schlimme Früchte getra-gen. Daß Adam Smith manche sehr wichtige Gebiete der Nationalökonomie garnicht in Erwägung gezogen hat, ist von seinen Schülern selbst erkannt worden , siehaben ihn in diesen Punkten zu ergänzen gesucht. Einen Grundirrthum aber überden absoluten Werth der Smith scheu Lehre für alle Zeiten und Völker ehesten diemeisten mit ihm. Auf jenen Grundirrthum werden wir später zurückkommen. ZurBeurtheilung mancher Einzel,iheicen wird sich bei der Darstellung der Schüler Smith'sGelegenheit finden.

Die englische Lchulc Adam Smith's.

Auf die eine mangelhafte Seite des Smich'schen Werks, welches in der losenVerbindung des reichhaltigen Materials einen einheitlichen, systematisch gegliedertenGang der Exposition von einem Grundgedanken aus vermissen läßt, haben dw Schu-Irr Adam Smith's in England bei aller folgerichtigen Cvnscqucnz m der Behand»