Die Geologie.
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Die krystallinischen Schiefer werden dagegen von Einigen, z. B. von Karl Nau-mann in seiner trefflichen „Geognosie", theils als das Product erster Erstarrung deseinst heißflüssigen Erdkörpers, theils als eruptiv, wie Granite, und nur zum kleinstentheile als durch Umwandelung entstanden, angesehen.
Gustav Bischof hat es unternommen, die Geologie, und ganz besonders dieBildung der Gesteine, von einem Standpunkte aus zu beleuchten, der bis dahin aller-dings noch sehr vernachlässigt worden war, nämlich vom chemischen. Es ist nicht zuleugnen, daß die Geologen sich oft große Verstöße gegen die erkannten Wahrheitender Chemie haben zu Schulden kommen lassen. Sie construirten nicht selten Hypothe-sen, die in directem Widerspruch standen mit den Vcrwandtschastsgesetze» der Stoffe,und mit ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften. Man muß deshalb die-ses Unternehmen seiner ganzen Idee nach als eiir sehr fruchtbringendes begrüßen. ESist keine Frage, daß eS die Geologen vielfach auf richtigere Wege zu leiten verspricht,und daß es vom Vortheilhaftesten Einfluß auf dieses Gebiet der Forschung sein kann.Mag man auch besorgen, daß Bischof, durch einige Erfolge bestochen, in eine vieli" einseitige Richtung geleitet worden ist, so ist auf der andern Seite zu erwarten,daß der gesunde Entwickelungsproccß der Wissenschaft auch diese Auswüchse der Ein-seitigkeit wieder ausscheiden, und aus der neuen Anregung nur Nutzen ziehen wird.
Während die plutonischen Ansichten eine Zeit lang, durch gänzlichen Mangelalles beachtenswerthcn Widerspruchs, gleichsam zur unbeschränkten Herrschaft gelangtAssen, und mit einer gewissen Einseitigkeit alles Maß zu überschreiten drohten, ist'Osschof, ftühcr selbst die Plutonischen Ansichten in ziemlich extremem Grade theilte,Verlauf seiner Untersuchungen allmälig dahin geführt worden, als ihr ent-N ^ Gegner aufzutreten, und einen neuen, ich möchte sagen, einen chemischeneptuiiisnius ih„r,, entgegenzustellen. Es unterscheidet sich nämlich dieser neue Nep-tmsmus von dem frühern der Werner'schen Schule durch seine mehr chemische Natur.,ss Gesteine, welche nach Ansicht der meisten Geologen durch vulkanische oder plu-.n Tätigkeit oder wenigstens durch metamorphosirende Einwirkung derselbenentstanden sind, die krystallinischen Schiefer, die Granite, Porphyre, Erünsteine' L Bischof das Resultat einer sehr langsamen Metamorphose aus
chanijch abgelagerten Gesteinen, durch Wirkung des in der festen Erdkruste überallcirculirenden Wassers.
Wenn wir nun aber auch zugeben, daß solche Umwandelungen chemisch mög-lich sind, so können wir doch keineswegs anerkennen, daß sie auch wirklich so erfolgtsein müssen, wie Bischof behauptet. Im Gegentheil, hier stoßen wir bei nur einiger-maßen unbefangener Prüfung auf Thatsachen, die mindestens ebenso schlagend gegenBischofs Behauptungen sprechen, als die Gesetze der Chemie gegen viele der bisheri-gen plutonistischen Deutungen. Es sind daS besonders die räumlichen Verhältnisse,die Lagerungsvcrhältnisse jener Gesteine, die Bischof entweder zu wenig kennt oderi» wenig beachtet.
Die Art, die Form, in welcher die Granite, Porphyre, Grünsteine, BasalteNackbav/n jeste» Erdkruste auftreten, ihre mechanischen Einwirkungen auf dieflüssigen beweisen auf das bestimmteste, daß sie in einem, in gewissem Grade
zu können) bei-nn^^^E auS dem Erdinnern (ohne irgend eine Tiefe bestimmensind. Dies ist ein!^ r baß sie, nach dem Sprachgebrauch der Geologen, eruplssleugbare Thatsache. " jetzigen Standpunkte unsers geologischen Wissen- un-
^ L die Art deS in gewissem Grade flüssigen Zustandes, in welchem sich diese
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»der sind insofern m gewissem Grade unabhängig von de.r Thatsache ihrer Eruption.<»e große mineralogische Verwandtschaft dieser Gesteine mit den Laven, die vollstän-°»gen Ubergangsreihen, die sie in dieselben bilden, die zum Theil analogen Formvcr-saltmsse der Laven (im Innern der Vulkane), die häufigen besondern Einwirkungen