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Die Geologie.
ihr an nach gutem Baustein oder plastischem Thon, nach den Schwierigkeiten, dieder Einschnitt in irgend einen Berg verursachen wird, nach der Festigkeit, die derBoden einem Hochbau darbietet. Der Forst- und Landwirth sucht Belehrung von ihr,über den Grund der Bodenvcrschiedenheit oder über die Möglichkeit, irgendwo niine-ralischen Dünger aufzufinden. Der Geograph wünscht durch sie die innern Gründeder äußern Bodengcstalrung kennen zu lernen, und B. Cotta hat neuerlich gezeigt, daßdie Verschiedenheit des Bodcnbaus selbst von einiger nationalskonvmischcr und socialerBedeutung ist.
Es unterliegt keinem Zweifel, daß die besondere Gestaltung der Erdoberflächevon bedeutendem Einflüsse ist aus die Lebensweise und auf den Verkehr der Men-schen. Flächenausbreitung. Beschäftigung und staatliche Einrichtung sind in gewissemGrade davon abhängig. Nun ist aber die äußere Bodengcstaltung grvßentheils eine»°>ge der innern, de« geologischen Baue, folglich ist auch der innere Bau der festenErdkruste von bestimmendem Einflüsse auf die Lebensweise der Menschen. Er istes aber nicht nur durch das Mitte! der äußern Form, sondern auch noch unmit-telbar durch mancherlei nutzbare mineralische Lagerstätten, welche er der Gewinnungdarbietet. Der Einfluß des innern BodcnbauS auf das Leben äußert sich demnachtheils als ein mittelbarer, theils als unmittelbarer.
Es laßt sich z. B. zeigen, daß die staakljche, die industrielle und selbst die gei-h'ge Entwickelung des deurschen Volks, wie seiner einzelnen Stämme, in gewissemGrade auch durch diese unterirdischen Einflüsse bedingt sind, daß die zartesten Wur-zeln derselben in die Tiefe des Naurus und der Zeit hinabreichcn. In die Tiefedes N<u,>ns, d- h- in das Erdinnere, in die Tiefe der Zeit, weil alle geologischenZustande Folgen längst vergangener Ereignisse sind.
Deutschland ist geographisch und geologisch fast noch weniger ein bestimmt um-lttenztcs Land als national und polilisch. Kaum nach einer Seite hin kann manoenau angeben, wo rS aufhört; nicht die Alpen, nicht die Nord- und Ostsee bilden-stlnimte Grenzen dafür, nicht der Nhcin, nicht die Weichsel oder die Donau. Undwie rbm natürliche äußere Grenzen fehlen, so auch fehl! ihm ein natürlicher Ccrt'-breike"d^ ^ dein ganz deutscher Hauptstrom, dessen Zuflüsse sich allseitig aus-Land überspannen und wie Faden zusammenhalten; da ist kein weites. ^ für eine deutsche Metropole, für ein deutsches Paris oder London. Der,,, harschende Charakter des Landes ist Mannichfalrigkeit der Form, wie der derBevölkerung Vielseitigkeit ist.
LLährend wir nun überall natürliche äußere Grenzen vermissen, fehlt.es b.äm nicht an zahlreichen innern. Gebirge und Flüsse durchziehen Deutschland ^ e.cgallen Richtungen: vielfach zeigen sich kleinere abgeschlossene Becken mit unteigeoitne-den Centralpunkten in ihrer Mitte. Diese natürliche Beschaffenheit des Laiches'spie-sielt sich aber unverkennbar in seinen nationalen und politischen Zuständen. Auchin ihnen fehlen Einheit, Centralisation und scharfe Machlumgrenzung. Es sind dasaber nothwendige und unvermeidliche Folgen der geologischen Bcschaffrnhkit,
Beziekuna ^ E'^'ehc: sie stehen damit in Harmonie. Sie mögen in mancher
Betrachten " > ! wirken; aber Macht und Einheit der Nation leiden darunter,tion befördernde Einsaß." > ^ europäische Rußland: welche die Ccntralisa-
des „m s« n/ök-e it, behaupten, je größer die Einförmigkeit eines Lau-
um' so ae " "^egel °uch die seiner Bewohner in jeglicher Beziehung ;
der ^ntem "^ Anregungen zu vielseitiger Übung und Ausbildung
der Bodens Bergessen dürfen wir freilich dabei nicht, daß
kcite» ""d äußere Bau des Boden- bildet also durch seine Eigenthümlich-
en überhaupt nicht die alleinige, nicht einmal dir wichtigste Ursache für die bcsou.
Die Gegenwart. VII. ' 23